Noir Chronicles: City of Crime (PC)

Developer Brave Giant LTD (bekannt für die Demon Hunter und Queen’s Quest Reihen) liefert uns einen neuen Adventure / Wimmelbild Hybrid: „Noir Chronicles: City of Crime“. Dieses Spiel hat die Merkmale beider Genres, wobei es gekommt vermeidet, sich zu abgedroschen oder uninspiriert anzufühlen.

Setting

Wir übernehmen die Rolle von Alfred Fox, einem Privatdetektiv, dessen Liebesleben in Gefahr ist. Die Handlung und die Atmosphäre erinnern sehr an Film Noir (wie der Spieltitel bereits andeutet). Ein Thema, das im Adventure-Genre gut funktionieren kann. Die Geschichte bringt uns schnell in die Action mit einigen schön gerenderten Szenen. Ausgereifte Themen und Visuals sind vorhanden, ohne zu übertrieben zu sein. Gerade genug, um uns daran zu erinnern, dass dies tatsächlich ein Film Noir ist.

Es gibt sogar kleine „Jump Scares“, die während des gesamten Spiels verstreut sind. Wenn man diesen gegenüber empfindlich ist, kann man aber entspannt an die Sache heran gehen, da sie nicht super laut sind – nur ein bisschen überraschend, wenn man versucht sich auf das zu konzentrieren, was man als nächstes tun will. Wir werden nichts mehr von der Geschichte verderben, da die Storywendungen der Atmosphäre des Spiels viel hinzufügen. Jede Szene ist wunderschön mit vielen Details illustriert, sodass es eine Freude ist, jeden Winkel der verschiedenen Landschaften, die man durchquert, zu erkunden.

Grafik und Sound

Wie bereits erwähnt, ist dieses Spiel hinreißend. Die Charaktermodelle können allerdings auf den ersten Blick ein wenig seltsam aussehen. Sie sind eine Mischung aus 3D-Modellen und fotorealistischen Gesichtern. Es erinnert etwas an Max Payne mit seinem ikonenhaft grinsenden Gesicht. Aber wir haben uns ziemlich schnell daran gewöhnt. Doch einige der Charaktergrafiken lassen etwas zu wünschen übrig. Obwohl das natürlich für jeden Spieler subjektiv ist. Die Szenen, die man erforscht, sind sehr detailliert mit vielen leuchtenden Farben, die zusammen mit vielen beweglichen Teilen erscheinen, um herumzuprobieren und mit ihnen zu interagieren. Die beweglichen Teile tragen dazu bei, dass sich die Umwelt lebendiger und nicht so steril anfühlt, wie es manchmal bei Wimmelbild-Adventures der Fall ist.

Die Musik ist nicht zu auffällig, aber gut komponiert. Passt sehr gut in den Stil von Film Noir und ist in sich stimmig. Soundeffekte sind sehr gut gemacht, ebenso wie die Sprachausgabe. Das Spielen mit Kopfhörern ist daher sehr empfehlenswert.

Gameplay

Es gibt mehrere Schwierigkeitsstufen, die für unterschiedliche Spielertypen geeignet sind, vom Casual- bis Hardcore-Spieler. Die Einstellungen dieser Schwierigkeitsgrade wirken sich auf Elemente wie das Wiederaufladen von Hinweisen aus, ob verfügbare Aktionen in der Szene hervorgehoben sind, Strafen für Fehler, wie detailliert das Lernprogramm ist und so weiter. Wenn sich keine der drei Einstellungen richtig anfühlt, gibt es eine benutzerdefinierte Einstellung, mit der man jeden Schieberegler anpassen kann, bis das Spiel für einen persönlich perfekt ist.

Der Gameplay-Flow besteht darin, dass der Charakter eine Szene im Adventure-Game-Stil erkundet. Man hat ein Inventar, das mit den Objekten gefüllt wird, die man in der Umgebung findet. Diese Objekte sind notwendig, um mit anderen Objekten in der Szenerie zu interagieren, Rätsel zu lösen oder mit anderen Objekten zu kombinieren, um schlußendlich eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Der Wimmelbildspielmodus ist nahtlos in diese Szenen eingebunden. Man erkennt diese daran, dass die Liste der Elemente oder Silhouettenformen unten auf dem Bildschirm zu sehen sind. Die Tipp-Systeme hilft dabei, eine gute Spielgeschwindigkeit zu halten und führt nicht zu Frustrationen, weil man zu oft stecken bleiben könnte. Einer dieser Tipp-Merkmal hebt sogar hervor, ob ein Gegenstand kombiniert werden kann oder nicht, was für ein Spiel dieser Art besonders hilfreich sein kann.

Apropos Kombinieren: Die Wimmelbild-Rätsel haben eine sehr komplizierte Mechanik, bei der man manchmal zwei Objekte miteinander kombinieren muss, um das versteckte Objekt zu „erschaffen“. Zum Beispiel könnte man aufgefordert werden, ein „Boot“ zu finden. Man findet ein Boot, aber das Spiel wird es nicht akzeptieren, bis man das Segel des Boots findet und es befestigen. Oder man muss vielleicht ein Feuerzeug verwenden, um ein Feuerwerk anzuzünden, bevor man es sammeln kann. Dies hält das Spiel definitiv davon ab, eintönig zu werden, da man wirklich auf verschiedene und unwahrscheinliche Weisen denken muss, um die Probleme zu lösen.

Minispiele sind ebenfalls vorwanden, was das Gameplay noch abwechslungsreicher macht. Die Entwickler lassen ihren Einfällen mit einigen davon wirklich freien Lauf! Auch wenn man  einer Sammelleidenschaft in Spielen nachgeht, hat dieses Spiel sogar das abgedeckt! Sie sind zwar nicht allzu interessant, aber es ist eine unterhaltsame Ablenkung für Trophyjäger. Insgesamt würden wir dieses Spiel absolut empfehlen, wenn man ein Fan von Adventure oder Wimmelbildspielen ist. Es hat einige einzigartige Features für beide Arten und einstellbare Stufen für alle Schwierigkeitsgrade, die mit einer glatten Präsentation und Storyline zusammengebracht werden.

Noir Chronicles: City of Crime

Noir Chronicles: City of Crime
8.5

Setting

8.5 /10

Gameplay

9.0 /10

Grafik und Sound

8.0 /10

Pros

  • Sehr detaillierte und frabenfreudige Grafik
  • Sehr gutes Sounddesign
  • Gut durchdachte Puzzles
  • Einstellbare Schwierigkeitsgrade

Cons

  • Die Gestaltung mancher Charaktere passt nicht zum Grafikstil des restlichen Spiels

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