Österreich zum Anschmieren

Im Sommer letzten Jahres haben wir dank des Holzbaum Verlags Wien ein bisschen verschönert – nun trauen wir uns gleich an ganz Österreich heran und begegnen dabei einer Menge Klischees! „Österreich zum Anschmieren“ heißt das neue Malbuch für Erwachsene, in dem wir mit Farben experimentieren und unseren Zeichenkünsten freien Lauf lassen können.

Wie bereits bei der Wien-Version, bekommen wir auch hier einige Aufgaben gestellt, die sich hauptsächlich um das Ergänzen von Dingen und Menschen drehen. Ausgemalt werden darf natürlich auch eine ganze Menge, wobei es an dieser Stelle dann doch einen kleinen Kritikpunkt gibt. Die Malflächen sind teilweise etwas „unsauber“ gehalten, vor allem wenn es um Hintergründe geht, die dann angemalt gar nicht so richtig wirken – wir denken hier insbesondere an das Wander-Motiv.

Kreativität ist gefragt!

Aber wie das bei Kunst immer so ist, ist natürlich auch das Geschmackssache. Letztendlich zeigt das Coverbild bereits, welcher Zeichenstil der Vorgaben den angehenden oder fortgeschrittenen Hobbykünstler erwartet, weshalb man sich gut orientieren kann, ob das nun dem eigenen Geschmack entspricht oder nicht.

Thematisch ist das Buch jedoch sehr gut umgesetzt – von der angesprochenen Wandertour über Saufgelage auf dem Feuerwehrfest bis hin zum kleinsten Dorf, in dem es dennoch eine Raiffeisenbank und einen Nah & Frisch geben muss. Österreichische Klischees werden hier voll in Szene gesetzt, sodass ein Hansi Hinterseer genauso wenig fehlen darf wie die braunen Nationalspeisen Schnitzel, Nussbrot, Frittatensuppe und Rindsgulasch.

Auf den Punkt gebracht: Der Zeichenstil der Vorlagen mag Geschmackssache sein, die Themenumsetzung und die Aufgabenstellung ist aber durch und durch gelungen.

Österreich zum Anschmieren

Österreich zum Anschmieren
8.3

Vielfalt

9.0 /10

Humor

8.5 /10

Umfang

8.1 /10

Zeichenstil

7.5 /10

Pros

  • Lustige Aufgaben
  • Vielfältige Motive, die Österreich-Klischees entsprechen

Cons

  • Der Umfang hätte ruhig etwas größer sein können
  • Der Zeichenstil ist nicht jedermanns Sache

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