Operation Dünkirchen (DVD)

In letzter Zeit kommt man um einen Namen kaum herum (zumindest, wenn man Interesse an historisch bedingten Filmen und Büchern hegt): Dünkirchen. Dokumentationen, Spielfilme, Bücher überschwemmen zur Zeit den Markt. Da fragt man sich, warum eigentlich? Na, weil ein Blockbuster mit derselben Thematik gerade das Kino erobert hat und die Erfolgswelle sich in der Regel gut reiten lässt, um ein bisschen Geld zu machen. Und manchmal kommt man dann plötzlich in den Genuss von einem Artikel, den man sonst gar keine Beachtung geschenkt hätte. Ob das bei „Operation Dünkirchen“ auch der Fall ist?

The Asylum schlägt wieder zu…

Dünkirchen, ein Ort, an dem sich im Zweiten Weltkrieg dramatische Szenen abgespielt haben. Ein Ort, der für britische Soldaten Hoffnung und Angst zugleich bedeutet hat. Nordfrankreich im Mai 1940, Dünkirchen ist der Brückenkopf der britischen Armee. Von hier aus sollen über 300 000 Soldaten evakuiert werden, denn die deutsche Wehrmacht ist bereits bedrohlich nah. Der Film „Operation Dünkirchen“ handelt von diesen Geschehnissen und von einer Gruppe amerikanischer Soldaten, die sich der deutschen Übermacht in den Weg stellt, um Dünkirchen zu verteidigen.

Ein Stichwort: The Asylum. Wer sich mit Filmen auskennt, weiß nun schon, was zu erwarten ist: Low Budget. The Asylum ist ein US-amerikanischer Filmproduzent, der gerne mal aktuelle Blockbuster aufgreift und günstig nachdreht. Leider sieht man das den Filmen auch so gut wie immer an. Man könnte also diese in die Trashkiste packen und sich als Trash-Fan daran erfreuen, das Problem ist allerdings, dass diese Filme scheinbar ernstgenommen werden möchten. Und dann hat man leider auch als Trashfan keinen richtigen Spaß daran.

Aber zurück zu „Operation Dünkirchen“. Auch dieser Film fällt nicht aus der Rolle und ist in vielen Punkten vor allem eins: schlecht. Das beginnt bei den Schauspielern, die allesamt unbekannt sind und nur in den seltensten Fällen tatsächlich über schauspielerisches Talent verfügen. Bei den meisten fühlt man sich hingegen an die sogenannten Reality-Soaps der privaten Fernsehsender erinnert.

Hier liegt einiges im Argen

Dann wäre da die Story. Diese rettet dem Film noch einige Punkte. Am Grundgerüst der wahren Begebenheit kann man natürlich nicht rütteln, aber an der Darstellung dessen sehr wohl. Und das hat man hier getan. Der Zuschauer bekommt eine recht dünne Story geliefert, die aber keine völlige Zeitverschwendung ist und manchmal sogar ein bisschen spannend wird.

Das war es dann aber auch schon wieder mit dem „Lob“, denn nun kommen wir zum schlimmsten Teil: die Kostüme und die Kulissen. Ja, Low Budget. Doch ein bisschen originalgetreu wäre schon wünschenswert gewesen. Wer sich nur ein wenig mit dem Zweiten Weltkrieg befasst hat, stellt schnell fest: hier passt gar nichts zusammen, von den Uniformen bis zu den Waffen.

Apropos Waffen: Explosionen dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen! Doof nur, dass man diesen die Computerbearbeitung nur allzu deutlich ansieht. Schön hinterher ins Bild eingefügt, merkt schon keiner – merkt man aber leider doch. Und so werden die „Special Effects“ ganz schnell zu unrealistischen Lachnummern.

Ihr könnt nun also schon erahnen, wie die Wertung für „Operation Dünkirchen“ ausfällt… Reine Zeitverschwendung ist der Film allerdings nicht, denn wer es nicht 100%ig originalgetreu braucht und sich an Old School Effekten nicht stört, aber gerne einen Kriegsfilm sehen möchte und auch Laiendarstellern eine Chance gibt, der wird zumindest bis zum Ende durchhalten können. Aber hey: Wer andere The Asylum Filme wie „Titanic 2“ und diverse „Sharknado“ Fortsetzungen mag, der weiß, was auf einen zukommt und fühlt sich vielleicht doch gut unterhalten.

Operation Dünkirchen

Operation Dünkirchen
4.1

Story

5/10

    Darsteller

    3/10

      Special Effects

      2/10

        Bild- und Tonqualität

        6/10

          Pros

          • Gut! Für The Asylum Fans...

          Cons

          • Schlechte Darsteller
          • Nicht zeitgemäße Kostüme und Kulissen
          • Maue Story
          • Völlig überholte Special Effects

          Schreibe einen Kommentar

          Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.