Paranormal Investigations 10 – American Poltergeist (DVD)

Manche glauben fest daran, manche halten es für Humbug: das Paranormale. Es ist eine Frage, die jeden irgendwann mal beschäftigt – gibt es etwas nach dem Tod? Wird man zum Geist, kommt man in den Himmel oder ist einfach Schluss? Viele glauben daran, dass es etwas nach dem Leben geben muss und sind nicht selten fasziniert von Ereignissen, die sich nicht erklären lassen. Von flackernden Kerzen über knarrende Treppen bis hin zu seltsamen Erscheinungen. Kein Wunder, dass sich viele Drehbuchautoren und Regisseure genau dieses Themas annehmen und zahlreiche Filme des Genres präsentieren.

Es kann nur besser werden?

Wie der Name des Films schon sagt, ist „Paranormal Investigations 10“ bereits der zehnte Teil der Reihe. Häufig ist es so, dass Filmreihen früher oder später zu schwächeln beginnen. Gerade dann, wenn sie nie so richtig vom Hocker reißen konnten. Die Lowbudget-Reihe „Paranormal Investigations“ hat mit dem ersten, vielleicht auch noch mit dem zweiten und dritten Teil einige Fans für sich gewinnen können. Doch dann wurde es immer schlechter, die Kritiker zerrissen sich das Maul und auch die Fans von Filmen dieser Art haben sich mehr über die schlechte Qualität amüsiert, als dass sie sich gegruselt hätten.

Trotzdem kein Grund, die Reihe nicht weiterzuführen, sodass wir nun in den Genuss (?) kommen, Nummer 10 in den DVD-Player schieben zu dürfen. Diesmal geht es um eine Gruppe Geisterjäger, die das Schicksal herausfordern. Ihr Ziel ist es, Beweise für die Existenz von Geistern und Co. zu finden und zu präsentieren. Doch monatelang sind sie erfolglos. Dann haben sie eine Idee: sie provozieren die Toten, um sie aus ihren Löchern zu locken. Endlich! Der Erfolg! Doch das, was sie dann erleben, haben sie sich in ihren schlimmsten Träumen nicht ausgemalt – man soll die Toten halt nicht ärgern.

Zeit für den Schlussstrich

Tja, die Story ist nun nichts neues. Das ist bei Filmen dieser Art aber eigentlich nichts schlechtes, wenn die Handlung gut umgesetzt ist. Nochmal tja: das ist leider nicht der Fall. Aber kommen wir zunächst zu den positiven Punkten: die Schauspieler sind gar nicht so schlecht. Während man in anderen Teilen der Reihe des Öfteren mal das Gefühl hatte, die Darsteller wären direkt von der Straße gecastet, blitzt hier sogar ein bisschen Talent durch. Oscarverdächtig gut spielt zwar niemand, aber es reicht, um ein wenig Atmosphäre zu schaffen. Das liegt jedoch nicht nur an den Darstellern selbst. Während in vorangegangen Teilen die Hauptfiguren oftmals extrem albern und klischeehaft agiert haben, sind sie hier relativ normal und nicht zu nervtötend.

Mehr Gutes gibt es aber wirklich nicht zu berichten. Höchstens, dass der zehnte Teil nicht der schlechteste der Reihe ist, aber was hilft das, wenn er trotzdem weder ein Gänsehautgefühl hervorrufen kann, noch Grusel verbreitet? Das liegt zum einen natürlich an der langweiligen Handlung, die nicht so richtig in Fahrt kommen möchte – viel zu lange passiert so gut wie nichts und nur gegen Ende darf man sich – wenn man zartbesaitet ist – ein wenig erschrecken. Was richtig gruselig ist, ist aber die Qualität von „American Poltergeist“. Schlechte Kameraführung, eine Bildqualität wie man sie aus schmuddeligen Amateurfilmchen kennt und eine deutsche Synchronisation, bei der die Stimmen vollkommen unpassend gewählt worden sind. Will sagen: 10 ist doch eine schöne Zahl, um dem Drama ein Ende zu bereiten und die Akte „Paranormal Investigations“ zu schließen.

Paranormal Investigations 10

Paranormal Investigations 10
3.1

Story

3.2/10

Schauspieler

5.0/10

Technische Umsetzung

2.0/10

Spannung

2.0/10

Pros

  • Die Schauspieler geben ihr Bestes
  • Gegen Ende kommt ein wenig Spannung auf

Cons

  • Schlechte Umsetzung einer zu oft gesehenen Story
  • Technisch auch für einen Lowbudget-Film sehr niedriges Niveau

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