Per Anhalter durch Südamerika

Kaum jemand, den das Fernweh nicht doch früher oder später packt. Viele begnügen sich dann aber mit einer All inclusive Reise ins europäische Ausland für ein bis zwei Wochen, andere trauen sich dann doch auf die andere Seite der Welt, um allerdings nach spätestens vier Wochen wieder heimzukehren und sich wieder in den normalen privaten und beruflichen Alltag zu stürzen.

Der Traum von der großen Reise

Dabei träumen sicher viele davon, einfach mal für eine Weile auszusteigen. Die Heimat Heimat sein lassen und sich in fremden Ländern Land und Leute genauer anzuschauen. Zwei Menschen, die sich diesen Traum tatsächlich erfüllt haben, sind Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma. Sie haben alles hinter sich gelassen, ihre Wohnung gekündigt und ihre Möbel verkauft. Für ein halbes Jahr sollte es nach Südamerika gehen, Argentinien war das erste Ziel. Doch aus diesen geplanten sechs Monaten sind letztendlich zwei Jahre geworden. Zwei Jahre, in denen sie Südamerika von Norden bis Süden, von Osten bis Westen bereist haben.

Auf dieser Reise haben sie so einiges erlebt, was sie wiederum für ihren Blog und ihr nun in der National Geographic Reihe des Piper Verlags erschienenes Buch „Per Anhalter durch Südamerika“ in Worte gefasst haben. Zu lesen bekommen wir 70 verschiedene Geschichten, die die beiden in 14 Ländern erlebt haben.

Eine Reisebericht der besonderen Art

Warum der besonderen Art? Weil der Schreibstil der beiden einfach unheimlich sympathisch ist und man das Gefühl hat, dass Freunde von ihrem Urlaub berichten. Man merkt, dass die Autoren erfahrene Blogger sind – sie schreiben das, was sie denken und in Erinnerung haben, achten dabei nicht darauf, ob sie besonders blumige oder umschreibende Worte nutzen, sondern bringen das Erlebte auf den Punkt.

Auch sind unter den dargebotenen Geschichten keine Lückenfüller zu finden, die Autoren berichten genau das, was den Leser auch interessiert. Mal erzählen sie von typischen Touristenzielen, mal hören wir aber auch von Orten, die Urlauber sonst nicht aufsuchen. Wir erfahren von Begegnungen mit Menschen, die die beiden im Auto mitgenommen oder ihnen einen Schlafplatz gegeben haben.

„Per Anhalter durch Südamerika“ ist nicht nur ein Reisebericht für all diejenigen, die Interesse an dem fernen Kontinent haben, das Buch ist auch eine spannende Lektüre für alle, die sich zumindest gedanklich auf eine große Reise begeben möchten. Ein Bilderteil in der Mitte des Buches hilft dabei dann auch gleich bei der Visualisierung.

Per Anhalter durch Südamerika

Per Anhalter durch Südamerika
9.4

Schreibstil

9.2/10

Inhalt

9.5/10

Pros

  • Gut zu lesender Reisebericht
  • Sympathisch geschrieben
  • Auf den Punkt gebracht und ohne Lückenfüller

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