Purrfect Date (PC)

Als Spieletester glaubt man manchmal, bereits alles gesehen zu haben. Doch dann wird man immer wieder überrascht. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn man es mit einem Dating-Adventure zu tun bekommt, bei dem man als Mensch Katzen daten kann. Surreal? Ja, definitiv! Spaßig? Das wird sich zeigen…

Cat Island – eine Insel voller… ähm… Katzen!

Zur Story wollen wir gar nicht allzu viele Worte verlieren, denn das ist es schließlich, was ein Adventure dieser Art ausmacht. Doch soviel sei verraten: Der Spieler kann in die Rolle sechs verschiedener Forschungsassistenten schlüpfen, die zur Cat Island reisen, um dort einen neuen Job anzutreten. Neben dieser Arbeit warten aber noch allerhand Überraschungen auf sie – wie eben beispielsweise die Rendezvous mit Katzen.

Man darf „Purrfect Date“ natürlich nicht allzu ernst nehmen. Geht auch gar nicht, denn dafür ist das Spiel mit viel zu viel Humor gespickt. Allerdings schwarzem, britischen Humor und das ist bekanntlich nicht jedermanns Sache. Hier wird also allein deshalb schonmal eine ganz besondere Zielgruppe angesprochen. Abgesehen davon sollte man natürlich auch ein Katzenfreund sein, sondern verliert man schnell das Interesse. Des Weiteren sollten die Englischkenntnisse ziemlich gut sein, denn das Spiel ist nur in der englischen Sprache erhältlich und hat – wie bei einem Spiel dieser Art üblich – sehr viel Text zu bieten.

Ziemlich speziell…

Wer bei diesem drei Punkten nun also bei mindestens einem durchfällt, wird mit „Purrfect Date“ nicht viel Spaß haben. Und da liegt dann auch gleich das Problem: die Zielgruppe dieses Games ist wirklich sehr speziell und ein normaler Gamer, der Dating-Simulationen im Allgemeinen nicht abgeneigt ist, wird sich eher schwer tun, Gefallen an dem Katzenabenteuer zu finden. Sicherlich staubt „Purrfect Date“ zur Zeit viele positive Reviews ab und diese sind auch verdient. Allerdings können wir uns dem Begeisterungssturm nicht ganz anschließen.

Das liegt zum einen daran, dass die Story sehr weit hergeholt ist. Ja ja, Surrealismus, schon klar. Aber wenn es in den ersten zwei Stunden einfach nicht funken mag, dann ist das eben so. Es fällt auch ehrlich gesagt schwer, sich völlig auf die Geschichte einzulassen, denn hier gibt es wirklich sehr viel Text und viel Bla Bla, das man deutlich kürzer hätte zusammenfassen können. Natürlich ist Text ein wesentlicher – oder eben DER wesentlichste – Bestandteil ein Spiel dieser Art, aber wenn man das Gefühl hat, dass der „Gegenüber“ nicht auf den Punkt kommt, fängt man an, sich genervt durch die Dialoge zu klicken.

Einer muss ja meckern…

Einen weiteren Minuspunkt gibt es für das Artwork. Die Grafiken erscheinen nicht sonderlich liebevoll und man hat das Gefühl, das hier deutlich mehr drin gewesen wäre. Und obendrauf kommt noch der nervtötende Sound, der sich nach einer halben Stunde so ins Hirn gebrannt hat, dass man noch nachts im Bett erschaudert.

Und wieso können wir dennoch die positiven Reviews verstehen? Weil „Purrfect Date“ eben etwas ganz anderes ist. Und diese Innovation wird bei der Zielgruppe sicherlich sehr gut ankommen. Aber irgendjemand muss ja immer meckern und in diesem Fall sind wir das halt mal.

 

Purrfect Date

Purrfect Date
6.4

Story

7.2 /10

Spielspaß

5.9 /10

Grafik

7.4 /10

Sound

5.0 /10

Pros

  • Ein Dating-Adventure der anderen Art

Cons

  • Nur auf Englisch
  • Sehr spezieller Humor
  • Ganz besondere Zielgruppe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.