Redie (PC)

Wer mit Unreal Tournament und Doom aufwächst, dem ist eine Vorliebe für schnelle Shooter schon vorprogrammiert. Weg von den Killstreaks, den Perks und Upgrades. Manchmal braucht es einfach mal unkomplizierte, brachiale Action. Wer das auch denkt, sollte jetzt gut aufpassen. Wir durften für euch Redie antesten, übersetzt Wiedersterben, einen Top-Down-Shooter von Rückert Broductions. Das Spiel ist seit Anfang Dezember 2016 auf dem Markt und verspricht Gewalt, Geschwindigkeit und beinharte Action.

Setting

Viel im Sinne einer Story wird einem hier nicht geboten. Im Grunde seid ihr irgendein namenloser Typ, der bewaffnet durch eine Art Bürogebäude rennt und (ganz bestimmt bösartige) Agenten niederschießt. Insgesamt gibt es 25 cartoonige Level die es zu meistern gibt,bestehend aus Hallen, engen Korridoren und verwinkelten Räumen. Was aber an Story fehlt, wird an Waffen und Gewalt nachgestockt. 13 Waffentypen warten nur so darauf, euch bei euren Feuergefechten zu unterstützen. Schrotflinten, UZIs, Pistolen, Messer… Was ihr findet, dürft ihr auch benutzen. Falls es hier noch nicht klar gewesen sein sollte: Das Spiel ist nichts für Kinderhände. Erwachsene hingegen dürfen sich an der zerstörbaren Umgebung erfreuen und sich an Trick- und Kopfschüssen versuchen, um die bösen Jungs schnell auszuschalten.

Gameplay

Apropos schnell: Redie ist einer der schnellsten und hektischsten Shooter, die ich je spielen durfte. Ihr steuert mit WASD, mit der Maus zielt ihr auf die Gegner. Trefft ihr richtig, erzielt ihr einen Kopfschuss und schaltet den Gegner direkt aus. Viel Zeit zum Zielen bleibt euch aber nicht, denn sobald ihr auch nur eine Millisekunde im Sichtfeld eines Gegners seid, bricht die Hölle los. Alles schießt mit brutaler Präzision auf euch los, fiese Typen kommen aus allen Enden des Levels angerannt und sorgen dafür, dass ihr schneller auf dem Boden liegt als ihr „Ups!“ sagen könnt.
Mit der Taste „R“ respawnt ihr, falls ihr an einem Level gescheitert seid und die Gegner schneller waren als ihr.

Und ihr könnt damit rechnen, dass das öfter passiert, denn „leicht“ und „casual“ ist Redie so garnicht. Auch wenn die Steuerung leicht zu lernen ist, einen Level tatsächlich zu schaffen ist eine andere Geschichte. Die Feuergefechte mit den Gegnern sind halsbrecherisch schnell und verlangen euch alles ab, meistens bedeutet ein einziger Fehlschuss, dass ihr direkt von vorne anfangen könnt. Wem das noch nicht reicht, der kann sich an den Meisterherausforderungen für jedes Level versuchen, die euch ein verdammt knappes Zeitfenster vorgeben und vermutlich auch den letzten an den Rand der Verzweifelung bringen werden. „Beende das Level ohne anzuhalten in 20 Sekunden?“ Na klar! Es reicht ja noch nicht, dass ich mein Gamermöglichstes tue um überhaupt zu ÜBERLEBEN.

Und mehr gibt es über Redie auch eigentlich schon nicht zu sagen. Es ist kein großes Spiel, auch nicht sonderlich komplex und eine Story fehlt völlig. Dafür bietet es schnelles Gameplay, eine unglaubliche Herausforderung und vor allem: reinen, süchtigmachenden Spielspaß.

Grafik und Sound

Die Soundeffekte der Waffen sind großartig und realistisch, der Soundtrack ist dafür nicht weiter erwähnenswert. Richtig glänzt aber die Grafik. Einfache, übersichtliche Räume im Cellshading-Stil, Blutspritzer soweit das Auge reicht, Ragdolls und zerstörbare Umgebungen. So ziemlich alles, was man von einem Top-Down Shooter erwarten kann. Manche Bereiche sind farbig ausgeleuchtet und dunkel, andere dafür grell und hell. Durch die simple aber schöne Grafik läuft das Spiel übrigens auch auf den ältesten Kartoffel-PC’s butterweich.

Fazit

Hard as nails but fun as hell. Redie ist schnell, schwer und brutal: Shooterspaß in Reinform, der sicher nicht für jeden etwas ist und alles abverlangt. Aber ich? Ich bin begeistert.

Redie (PC)

Redie (PC)
9.4

Setting

8.9/10

Gameplay

9.7/10

Grafik und Sound

9.7/10

Pros

  • Schnelles, forderndes Gameplay
  • Toller Comicstil
  • Viele Waffen und zusätzliche Herausforderungen

Cons

  • Wirklich, wirklich schwer
  • Kann frustrieren

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