Rotation Phonology: Break (PC)

Wo sich größere Titel oft gerne auf dem Wiederkäuen bereits bekannter Formeln ausruhen, können kleinere Titel oft etwas experimenteller werden, neue Mechaniken ausprobieren und mit bereits bestehenden Konzepten verbinden. So ist es auch in Rotation Phonology: Break, dass ein paar interessante Kampfmechaniken zu zeigen weiss.

Setting

Das Ende ist der Anfang: Gleich zum Beginn des Spiels werdet ihr Zeuge, wie unsere Heldin Butter einen letzten Kampf gegen einen Boss ausfechtet, um ihre Welt vor der absoluten Zerstörung zu retten. Doch der Versuch schlägt fehl, die Welt stürzt ins nichts und Butter ist in der Void, der absoluten Leere gefangen. So ergeht es auch ihrer Freundin, Cola, bis plötzlich der Geist einer toten Katze erscheint und ihnen Hoffnung gibt. Noch scheint nicht alles verloren zu sein, und so begeben sich die drei auf ein Abenteuer durch viele Welten, um ihre vor dem ewigen Nichts zu bewahren. Rotation Phonology: Break ist ein ungewöhnliches Rollenspiel im Anime-Stil, dass voller eiegnartiger Charaktere, Humor und Meta-Anspielungen ist.

Gameplay

Wie gesagt, ist es immer wieder spannend, wenn Spiele sich an neuen Konzepten versuchen. Am meisten zeigt sich dass in den Kämpfen von Rotation Phonology: Break, auch wenn das Spiel eigentlich sehr storylastig ist. In den Kämpfen kontrolliert ihr nämlich alle drei Charaktere gleichzeitig. Mit Butter greift ihr durch das Klicken auf das Schachbrettartige Feld Gegner mit schnellen Schwertschlägen an, während Cola magische Kugeln verschießt und mithilfe der Skills am unteren Bildschirmrand angreift. Zusätzlich müsst ihr noch eure Charaktere beschützen und habt eine Reihe von Sonderfertigkeiten zur Verfügung, die ihr einsetzen könnt, um den Fieslingen eins auszuwischen. Vor dem Kampf rüstet ihr eure Charaktere mit neuen Gegnständen aus, um auch stets auf eure Gegner vorbereitet zu sein. Das klingt ganz schön kompliziert? Ist es auch, zumindest, wenn man alles in einer sehr kurzen Zeit lernen muss. Bei aller Innovativität wirkt das Kampfsystem zu Anfang etwas überladen. Das liegt unter anderem auch daran, dass eine wirklich gute Einführung in das Spiel fehlt.

Tatsächlich sind leider nicht die eigentlichen Tutorials das Problem, sondern die Sprache, da das Spiel neben einigen asiatischen Sprachen auch englische Texte zur Verfügung stellt. Die sind aber durchgehend in stark gebrochenem Englisch verfasst. Dabei sollte man positiv erwähnen, dass man sich überhaupt die Mühe gemacht hat, eine englische Übersetzung zu liefern. Allerdings sind die nur schwer zu entziffernden Sätze in Kombination mit der Textlastigkeit und Komplexität des Spiels wirklich, wirklich anstrengend. Das zieht auch die Story und den Humor ziemlich runter, die in der Originalsprache sicher deutlich besser rüberkommen und auch durch die verschiedenen Kapitel hindurch unterhalten können. In der englischen Ausgabe ist das leider nur sehr bedingt der Fall.

Grafik und Sound

Die grafische Präsentation ist da schon eher gelungen. Die Welten und Charaktere sind Farbenfroh, die Menüs übersichtlich. Wer sich für niedliche Katzen und Anime-Charaktere begeistern kann, der wird an Rotation Phonology: Break sicher seinen Spaß haben. Die Musik hängt da leider etwas hinterher, die im besten Fall einfach nur dahinplätschert und im schlimmsten Fall aus unharmonischen Tonfolgen und billig wirkenden Instrumenten besteht.

Fazit

Rotation Phonology: Break hat eindeutig Potential, wird aber durch ein paar Probleme ausgebremst.

 

Rotation Phonology: Break (PC)

Rotation Phonology: Break (PC)
5.6666666666667

Setting

7/10

    Gameplay

    4/10

      Grafik und Sound

      6/10

        Pros

        • Eine ausgiebige Story
        • Einzigartiges Kampfsystem

        Cons

        • Sehr schlechte englische Texte
        • Teilweise etwas zu komplex
        • Schlechtes Pacing

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