Sing meinen Song – Das Weihnachtskonzert Vol. 4

Alle Jahre wieder… Auch wenn es erst das vierte Mal in Folge ist, so ist das Weihnachtskonzert der Fernsehsendung „Sing meinen Song“ schon eine kleine Tradition geworden, die Fans nicht missen möchten. Natürlich wurden sie auch dieser Jahr nicht enttäuscht und so ist vor wenigen Tagen die beliebte Sendung über die Bildschirme geflimmert. Und zeitgleich gibt es dann auch die CD zu kaufen, damit man für die Weihnachtszeit einige schöne Erinnerungen und Gänsehautmomente hat. Doch ob das mit dieser Ausgabe auch wieder klappt?

Vom Reggae-Musiker bis zum Country-Duo

Dabei waren wie jedes Jahr eine gute Mischung aus Stars der deutschen Musiklandschaft. Stars, die völlig unterschiedliche Genres bedienen und doch ihren Weg zusammengefunden haben. Auch bei den Weihnachtssongs zeigen sie nun einerseits, in welcher Richtung sie zu Hause sind, andererseits bieten sie dem Zuhörer aber auch eine Kostprobe davon, wie gut sie sich in anderen Stilrichtungen machen.

Namentlich dabei: Mark Foster, der in letzter Zeit nicht nur mit seinen Songs, sondern auch seinen sympathischen Fernsehauftritten überzeugt hat, Lena, eine von zwei deutschen Eurovision-Gewinnerinnen, Gentleman, der deutsche Reggae-Musiker, Stefanie Kloß, Frontfrau der deutschen Rockband Silbermond, Moses Pelham, beliebter Rapper von damals und heute, Michael Patrick Kelly, bekannt als Paddy aus der Kelly Family und natürlich die Country-Gastgeber The BossHoss.

Besinnlich und schön – aber auch Fehltritte und Gruselfaktor

Alle Teilnehmer haben sich an weihnachtliche Lieder gewagt, um besinnliche Stimmung aufkommen zu lassen. Einige Titel sind dabei großartig geworden und gehen zu Herzen. Da wäre zum Beispiel Lena’s schöne Version von „All I want for Christmas is you“ oder Mark Fosters deutsche Version des Klassikers „Jingle Bells“. Und Stefanie Kloß zeigt mit „Oh Holy Night“ was für eine fast schon engelsgleiche Stimme in ihr steckt. „Santa Claus (Do you eber come to the Ghetto)“ von Gentleman liefert interessante Abwechslung und auch die „Forever Young“ Version von Michael Patrick Kelly ist besser als man vielleicht erwartet hätte und mit ordentlicher Stimmgewalt dargeboten.

Doch einige Titel… da rauft man sich wirklich die Haare! The BossHoss haben auf ganzer Linie versagt, sowohl mit „Earth Song“ als auch – und besonders – mit „Ave Maria“. Wer eben wirklich nur in einem Genre begeistern kann (und das nun die beiden zumindest), der sollte sich niemals, wirklich niemals an ein Lied wie dieses heranwagen. Da haben sich die beiden ordentlich lächerlich gemacht.

Auch die Gentleman Version von „The Power of Love“ hört man einmal und nie wieder. Eine Beleidigung für das Original. Und der Rest? Na da gibt es noch so die eine oder andere Nummer, bei der das Gefühl auf der Strecke bleibt („Carol of the Bells“ von Lena oder „Dezember“ von Stefanie Kloß und Mark Foster) und die CD eher so dahin plätschern lässt. Vergleicht man dieses Weihnachtskonzert mit den drei vorherigen, dann ist es leider das schlechteste geworden. Dennoch: für die richtig guten Nummern lohnt sich der Kauf dann eben doch!

Sing meinen Song – Das Weihnachtskonzert Vol. 4

Sing meinen Song – Das Weihnachtskonzert Vol. 4
7.7

Titelauswahl

7.6/10

Songqualitäten

7.8/10

Pros

  • Einige wunderschöne Titel, großartig interpretiert
  • Überraschungen inklusive
  • Sehr besinnlich und festlich

Cons

  • Eine Nummer, die echt schlecht und gruselig sind
  • Vielleicht etwas zu ruhig - auch Weihnachten darf Upbeat-Songs haben

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