Slay (PC)

Wenn man „Slay“ hört, denkt man erstmal vielleicht an ein brutales Actionspiel. An muskelbepackte Helden, die mit einer Hand Gegnerhorden in Stücke reissen und riesige Schwerter schwingen. Falsch gedacht! Das Slay, dass wir uns heute anschauen, ist nämlich ein rundenbasiertes Strategiespiel, dass mit Gewalt nichts am Hut hat… Naja, zumindest nicht viel.

Setting

In Slay übernehmt ihr die Rolle eines namenlosen Herrschers, der mit anderen Herrschern über die Vorherrschaft auf einer in Sechsecke aufgeteilten Insel kämpft. Das macht ihr, indem ihr mithilfe von Einheiten Stück für Stück die anderen Territorien erobert. Gehört die ganze Insel euch und leuchtet in eurer Farbe, habt ihr das Spiel gewonnen. Hurra!

Gameplay

Um mit dem Spiel zu beginnen, solltet ihr euch zuerst das Tutorial durchlesen. Im Grunde ist Slay nämlich wie ein Brettspiel aufgebaut und dadurch recht einfach zu verstehen, wenn man die Regeln kennt. Danach wählt ihr euch eines der unzähligen und ziemlich offensichtlich zufällig benannten Inselszenarios aus. „Szenario“ meint hier im Grunde, wie die Insel aussieht, beziehungsweise wieviele Sechsecke die Insel bilden. Auf der Insel angekommen fangt ihr dann an, in euren Startterritorien Einheiten zu kaufen und jene Territorien Feld für Feld zu vergrößern. Umso größer die Felder, desto mehr Geld steht dem Territorium zur Verfügung. Mehr Geld heißt, dass ihr mehr Einheiten kaufen könnt, die sich dann zu besseren Einheiten kombinieren lassen. Stärkere Einheiten sind zwar teurer, können aber dafür die schwächeren Einheiten der Gegenspieler töten. Und darum heißt das Spiel Slay!

Glaube ich.

Wenn ihr alle Felder eingenommen habt oder der Computergegner euch anfleht, ihn aufgeben zu lassen (NIEMALS!), habt ihr gewonnen, die Runde ist vorbei und ihr könnt eine neue Partie auf einer anderen Karte anfangen. Für etwas Abwechselung ist auch gesorgt, habt ihr nämlich keine Lust, immer nur auf die Bauern- und Ritterspielfiguren zu schauen, gibt es ein paar Charakterskins zur Auswahl, zum Beispiel Pinguine oder Piraten. Süß!
Für zwischendurch ist Slay ein netter Zeitvertreib und bringt klassisches Gameplay auf die modernen Computer, aber zu welchem Preis? Nun, Slay ist die Neuauflage eines klassischen Computerspielformats, erhält das Grundprinzip des Originals, hat mehrere spielbare Karten und spielbare Pinguine, fügt aber sonst nichts Neues hinzu. Es fehlt an Fensteroptionen, was heißt, das Slay stets im Vollbildmodus und mit einer hohen Auflösung gestartet wird, wodurch Hinweisboxen am Bildrand teilweise recht klein werden. Ausserdem hätte die Neuauflage von Slay einige moderne Bequemlichkeiten wie Multiplayer oder Kartenoptionen vertragen können, der eigentliche Inhalt wirkt leider etwas dünn. Das alles wäre kein Problem, wenn der Vollpreis von Slay nicht bei 10 Euro liegen würde. Das ist für ein Lite-Strategiespiel mit einem einzigen Spielmodus etwas happig.

Grafik und Sound

Die Präsentation von Slay ist nicht zwingend schlecht, aber eher mittelmäßig. Abgesehen von den farbigen Territorien hätten auch die Einheiten der Spieler unterschiedliche Farben vertragen können, die Anwendung hat, wie gesagt, keinen Fenstermodus, was für ein Casualgame sehr schade ist,auch die Sprites im Spiel sehen eher mittelprächtig aus. Auch die Soundeffekte halten sich nicht besser. Diese sind oft laut, qualitativ ziemlich grottig und zwischendurch ziemlich unpassend.

Fazit

Ein einfaches Strategiespiel für zwischendurch, dafür aber ganz schön teuer.

Slay (PC)

Slay (PC)
5

Setting

6.0/10

Gameplay

6.5/10

Grafik und Sound

4.5/10

Umfang

3.0/10

Pros

  • Einfaches Gameplay
  • Viele spielbare Karten
  • Charakterskins

Cons

  • Miese Soundeffekte
  • Hoher Preis
  • Keine Spieloptionen
  • Kein Mulitplayer

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