Slender Man (DVD)

Der Slender Man ist ein echtes Internet-Phänomen. Ein bisschen so wie Grumpy Cat, nur beunruhigend und angsteinflößend. Der Hype um den Slender Man ist noch gar nicht so alt, erst 2009 ist dieser aufgekommen, hat seitdem aber in vielen Videos, Memes und sogar Computerspielen eine Rolle bekommen. Nun gibt es sogar einen ganzen Film über den gruseligen dünnen Mann ohne Gesicht. Er trägt schlicht und einfach den Namen „Slender Man“ und stammt aus dem Hause Sony Pictures Entertainment.

Wenn er sie erstmal hat…

Die Story lässt sich kurz und knapp zusammenfassen. Der Slender Man treibt im Wald in einer kleinen Stadt in Massachusetts sein Unwesen. Er lockt Kinder zu sich, die danach nie wiedergesehen werden. Auch der Teenager Katie Jensen scheint dem Slender Man zum Opfer geworden sein – ihre Freundinnen wollen den Verbrecher nun entlarven und führen ein Ritual mit Folgen durch. Wren (gespielt von Joey King), Hallie (gespielt von Julia Goldani Telles), Chloe (gespielt von Jaz Sinclair) und Zoey (gespielt von Talitha Bateman) werden langsam aber sicher nun selbst Opfer des Slender Mans…

Im Vorfeld gab es einen verhältnismäßig großen Hype um diesen Film, entsprechend sind und waren die Erwartungen der Horrorfilm-Fans hoch an „Slender Man“. Wie das aber immer so ist… Wird etwas dermaßen hochgepusht, ist es fast schon zum Scheitern verurteilt. Die gute Nachricht: Gescheitert ist dieser Film nun nicht. Die schlechte Nachricht: Ein echter Hit ist er jedoch auch nicht geworden.

Gute Umsetzung einer schwache Story

Im Grunde kann sich „Slender Man“ in die Riege der 0815-Teenie-Horrorfilme einreihen. Das war in den 90er Jahren noch ein beliebtes Genre mit einigen Neuerungen, heutzutage aber leider voller Klischees und Wiederholungen. Neuheiten sucht man entsprechend auch hier vergebens, doch Fans eben dieses Sparten-Genres werden sich gut unterhalten fühlen.

Während die Story leider etwas unliebsam gestaltet worden ist und nicht allzu viel hergibt, wird der Film ab etwa der Hälfte dann doch endlich etwas Gänsehaut-lastiger. Erwähnt werden muss aber dennoch, dass – ohne zu spoilern – das Ende etwas dahingeklatscht wirkt und man sicherlich mehr hätte aus der Figur und dem ganzen Mythos herausholen können.

Was allerdings gut gelungen ist, sind die musikalische Begleitung, einige Schock- und Gruselszenen und die Auswahl der Darsteller(innen). Atmosphäre kommt durchaus auf, vor allem da der Film sehr düster und nebelig gehalten ist. Hätte man sich nun noch mehr Mühe mit dem Drehbuch gegeben, hätten wir endlich mal wieder einen Teenie-Horrorfilm gehabt, den man in den Himmel loben könnte. So ist die Zeit zwar beim Schauen nicht verschwendet, auf die Liste der Lieblingsfilme des Jahres wird es „Slender Man“ aber leider nur bei den Wenigsten schaffen.

Slender Man

Slender Man
7.1

Story

5.8 /10

Atmosphäre

7.6 /10

Darsteller

8.0 /10

Pros

  • Stimmige Atmosphäre
  • Ab der Hälfe des Films kommt zwischenzeitlich gut Spannung auf
  • Gut gewählte Darsteller

Cons

  • Schwache Story
  • Mit vielen typischen Teenie-Horrorfilm-Elementen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.