Sound Storm – Vertigo

Wer einmal ein richtig gutes Album hingelegt hat, hat es schwer, an dieses erneut heranzureichen. Vor allem dann, wenn es sich bei dem Highlight um das Debütalbum handelt. Sound Storm hatten mit „Twilight Opera“ ein solches Debüt veröffentlicht, das nur schwer zu toppen war. Und dennoch haben sie es mit „Immortalia“ geschafft.

Alle guten Dinge sind drei, nicht wahr?

Mit „Vertigo“ folgt nun der dritte Streich des Quartetts aus Italien, das allerdings nicht als Nachfolger von „Immortalia“ gesehen werden sollte. Während letzteres nämlich doch recht düster angehaucht war, wird es bei „Vertigo“ noch epischer. Außerdem ist „Vertigo“ nicht einfach „nur“ Musik. Es ist vielmehr der Startschuss in einen neuen Bandabschnitt, denn „Vertigo“ lautet zugleich der Name einer von Sound Storm entwickelten TV-Serie. Infos dazu folgen hoffentlich bald.

Nun aber zum Album, dass ihr ab morgen in den Händen halten könnt. Über dieses könnte man so viel sagen – wenn man denn die richtigen Worte finden würde. Episch war schon ein ganz gutes Stichwort, denn man wird förmlich erschlagen von imposanten Tönen und Gesang. Und in diesem Zusammenhang darf „erschlagen“ gerne als positive Umschreibung betrachtet werden. Sound Storm ziehen den Hörer bereits mit dem ersten Titel in den Bann und lassen ihn bis zur letzten Nummer nicht mehr gehen.

Es geht auf eine epische Reise

Dafür muss man kein Metal Fan sein, denn „Vertigo“ ist kein typisches Metal-Album. Vielmehr entführt uns der Sound gefühlt in eine vergangene Zeit, was natürlich vor allem an den Melodien und dem kraftvollen Gesang liegt. Schaut man sich dann dazu den New Project 2016 Teaser an, wird dieses Empfinden noch deutlich unterstützt.

Obwohl sich ein roter Faden durch die 10 Tracks zieht, sind die Titel doch völlig unterschiedlich. Da wäre zum Beispiel unbedingt „Metamorphosis“ zu nennen, ein kraftvoller Song, der sich perfekt in einen Soundtrack einfügen würde. Dagegen steht „Original Sin“ – nicht weniger gut, aber viel gefühlvoller. Oder auch der letzte Song „The last breath“, der einerseits einen guten Abschluss der Scheibe bietet, andererseits aber gleichzeitig dazu anregt, nochmal von vorne zu beginnen.

Kurz und knapp: das Album weist keine Schwachstellen auf. Vielmehr überzeugt es mit Power, Rhythmus und epischen Sounds. Eingängige Melodien tun ihr übriges dazu bei, sodass man getrost sagen kann, dass sich Sound Storm erneut selbst übertroffen haben.

 

Sound Storm - Vertigo

Sound Storm - Vertigo
9.4

Sound

9.5 /10

Abwechslung

9.2 /10

Pros

  • Eingängige Melodien
  • Enorme Abwechslung trotz des roten Fadens
  • Epische Klänge, die in eine andere Welt entführen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.