Splody (PC, Preview)

Auf dem Super Nintendo gab es einige gute Co-Op- und Versusspiele. Ging es aber um letzteres (und darum zu entscheiden, wer das letzte Eis aus dem Kühlschrank kriegt), konnten wenige Spiele diesen Disput klären wie Bomberman. In der Rolle eines wortwörtlichen Bombenlegers wird versucht, den Gegner durch geschickt platzierte Sprengkörper so einzukesseln, dass dieser nicht entkommen kann und von eurer Bombe erwischt wird. Im Idealfall natürlich, bevor er das gleiche mit euch macht. Das Prinzip ist recht simpel, vereint aber gleichzeitig schnelle Spielrunden, taktisches Denken und Mehrspieleraction. Eigentlich ein perfektes Couchspiel für einen Gamingabend mit Freunden. Mir fehlte aber leider DAS Bomberman-Äquivalent für den PC. Doch das könnte Splody jetzt ändern…

Bombenstimmung für den Heimrechner

Entwicklerstudio Dashing Strike versucht mit Splody das kompetitive Couch-Gameplay von Bomberman auf den PC zu übertragen. Wie im Original lauft ihr auch hier mit eurer Spielfigur durch die rechteckige Karte und räumt euch euren Weg mit Bomben frei, bis ihr die Chance kriegt, einen eurer Mitspieler mit einer Bombe aus dem Spiel zu befördern. Dabei helfen euch unter anderem Power-Ups, die sich in sprengbaren Blöcken versteckt haben und beispielsweise die Anzahl eurer platzierbaren Bomben erhöhen, deren Reichweite, oder euch auf euren ganz persönlichen Dino setzen. Durch diesen haltet ihr einen zusätzlichen Treffer aus, falls ihr mal eine Bombe übersehen solltet. Für etwas Abwechselung bringt das Spiel ausserdem einige neue Modi mit, zum Beispiel eine Abwandelung von Capture the Flag. An der Grundformel des Spiels wurde aber nicht viel geändert, und das ist auch gut so. Denn Splody bleibt genauso schnell, genauso kompetitiv und vorallem genauso spaßig wie sein Vorbild. Trotzdem wurde beim Wechsel auf den PC nicht an Neuerungen gespart.

Optionen, Spielersuche, Spielmodi, Karten

Beim Einrichten eines Spiels bekommt man das Gefühl, als hätten Dashing Strike versucht alles in das Spiel zu packen, was wir in modernen Multiplayertiteln zu schätzen wissen. Als erstes wäre da die Spielerzahl, denn Splody könnt ihr mit bis zu 20 Leuten gleichzeitig spielen. Das können neben euch sowohl fremde Mitspieler aus dem Internet, Freunde im lokalen Multiplayer oder Bots sein. Alleine spielen werdet ihr also schonmal nicht. Damit das Konsolenfeel nicht zu kurz kommt, bringt Splody aber selbstverständlich auch Controllersupport mit. Und zwar für jeden der 20 Spieler. Da werden wohl einige USB-Hubs nötig. Spielt ihr Online, könnt ihr versuchen, euch euren Platz auf den Bestenlisten zu erkämpfen, oder spielt alleine bzw. in Teams just for fun.

Natürlich benötigen Kämpfe mit 20 Spielern aber mehr Platz als Kämpfe mit 4… Darum besitzt Splody eine ganze Reihe an unterschiedlichen und abwechselungsreichen Karten, die stets an die Spielerzahl angepasst sind. Auf manchen kommen neue Elemente wie Förderbänder oder Portale dazu, die den Spielfluss etwas aufpeppen und zum Umdenken anregen. Wem das nicht reicht, der kann sich im enthaltenen Level-Editor neue Karten zusammenbasteln, oder natürlich die Kreationen der anderen Spieler ausprobieren.

Auch für das Anpassen der Matchregeln bietet Splody extensive Optionen und Regler, damit kein Match zu kurz oder zu lange geht, ungeliebte Items erscheinen usw. Am Ende des Spiels verschanzen ist in Splody auch nicht: Getötete Spieler werden zu flinken Geistern, die aus dem Jenseits langsam Bomben platzieren können und so die verbleibenden Spieler in die Enge treiben. Und damit noch nicht genug: Splody ist noch in einer aktiven Entwickelungsphase, in der ihr den Entwicklern eurer Feedback mitteilen könnt und Splody mit den anderen Spielern voran treibt. Doch schon jetzt zeigt Splody eine Unmenge an neuen Features, zusammen mit dem klassischen, kompetitiven Gameplay, die euch einige actiongeladene Stunden beim nächsten Zockerabend bescheren.

Grafik und Sound

Bei den Spielermodellen steht euch aktuell eine gute Auswahl zur Verfügung, die ihr vor dem Match auch noch mit einer 2-Farben Kombination anpassen könnt. Die wechselnden Karten bieten unterschiedliche Texturen und sorgen optisch für Abwechselung. Die Menüs sind trotz der vielen Optionen meistens übersichtlich und selbst mit dem Controller gut zu bedienen. Für’s Ohr bietet Splody eine Reihe von elektronisch-rockigen Tracks, die neben dem Gebombe herdudeln und unterhalten, unter den ständigen Explosionen aber manchmal etwas untergehen. Und irgendwie kommt mir diese Ansagerstimme sehr bekannt vor…

Jedenfalls gibt es auch optisch und audiotechnisch nichts zu meckern. Wir sind gespannt, wie es mit Splody weitergeht. Splody macht für einen Bomberman-„Klon“ alles richtig und setzt noch einige spaßige Neuerungen drauf.

 

 

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