Strategy & Tactics: Dark Ages (PC, Preview)

Mit Strategy and Tactics: Dark Ages mischt Entwickler HeroCraft Spielkarten mit rundenbasierter Strategie. Klingt ja erstmal nicht schlecht, da Kartenspiele ja zur Zeit recht beliebt sind und rundenbasierte Ritterkämpfe gehen eigentlich immer. Das Spiel wird zwar noch entwickelt, wir haben aber vorab schon einen Blick drauf geworfen und berichten euch, wie das so lief.

Setting

Ihr übernehmt in sechs Szenarios die Kontrolle über die Armee eines Königreiches. Eure Aufgabe ist es, neue Generäle anzuheuern, Einheiten zu rekrutieren und die Grenzen eures Königreiches auszuweiten. Provinz für Provinz lasst ihr eure Einheiten über das Land ziehen und erobert neue Territorien, die euch dann wiederum mehr Geld einbringen. Ausserhalb der Szenarios habt ihr dann die Möglichkeit, eure Einheiten aufzurüsten, um sie für den nächsten Kampf noch stärker zu machen!

Gameplay

Ihr beginnt das Spiel in der Regel mit einem General, der neue Einheiten rekrutieren kann und eure Schlachten für euch schlägt. Der Clou: Alle Einheiten und Generäle sind wie Spielkarten aufgebaut, jede mit eigenen Effekten, Stärken und Schwächen. Ihr solltet also beachten, welche Karten ihr welchem General zuordnet, um alle Effekte im Kampf effizient zu nutzen, dazu aber später mehr.
Die Generäle können in jeder Runde entweder in Provinzen rekrutieren oder durch das Land ziehen und neue Teile erobern. Ähnlich wie in Civilízation ist die Karte in einzelne Felder unterteilt, über die ihr euch Zug für Zug bewegen könnt. Erobert ihr neue Provinzen, so schaltet ihr neue Einheiten frei, die eure Generäle stärken. Das Szenario gewinnt ihr, wenn ihr die auf der Karte vorgegebenen Ziele erfüllt. Ambitionierte können auch weitere Ziele erfüllen, um zusätzlichen Ruhm zu gewinnen.
Letzten Endes wirkt Strategy and Tactics: Dark Ages wie ein kartenbasiertes Casualstrategiespiel, dass einen recht großen Fokus auf Vor- und Nachteile in wohlgeplanten Kartenkämpfen legt. Alles spricht dafür, die Vielzahl an Einheitentypen, die kombinierbaren Effekte, ein General kann die von ihm befehligten Einheiten sogar in einer bestimmten Formation kämpfen lassen. Also habe ich mir meine Einheit wohlüberlegt aufgebaut und bereite mich auf den Angriff vor. Mit einem Kampfschrei zieht mein General auf die feindliche Festung zu, die Runde endet und… kein Kampf.

Beziehungsweise ist der Kampf schon vorbei, denn jegliche Konfrontationen laufen in Strategy and Tactics vollkommen automatisch ab. Ihr habt aber die Option, euch die Kämpfe im Replay anzuschauen. Dort seht ihr, wie die Einheiten sich in endlosen Runden gegenseitig buffen und attackieren. Sind die Gegner dann tot, gibt’s ne kleine Fanfare mit der Meldung, dass ihr gewonnen habt. Wahrscheinlich ist die Idee dahinter, dass ihr die Kartenkämpfe wirklich genau im Voraus plant, um gewinnen zu können, dennoch ist das absolute Fehlen von Interaktivität bei den Kämpfen eine riesige Enttäuschung. Abseits des Kartensystems wartet nämlich eher lauwarmes Eroberungsgameplay, dem vertieftes Ressourcenmanagement oder sonstige Verwaltungen jeglicher Art fehlt. Das wird auch nicht durch die wirklich geringe Anzahl an verfügbaren Szenarios besser, die zwar einen gewissen Wiederspielwert haben, jedoch auch nicht ewig halten.

Grafik und Sound

Die Darstellung des Spiels ist eher realistisch bis düster und an sich eigentlich recht ansprechend. Allerdings ist das Userinterface für ein Strategiespiel mikroskopisch klein. Auch die Animationen, besonders während der Kampfreplays, sind nicht wirklich vom allerfeinsten.
Die Musik ist okay, ein paar recht stereotypische Tracks mit vielen Trommeln, wie man sie von einem Spiel dieser Art erwartet.

 

 

Fazit

In der „Kunst des Krieges“ heißt es, dass jeder Kampf gewonnen ist, bevor er je gekämpft wird. Das wird hier leider trotz einer vielversprechenden Kartenmechanik bestätigt.

One thought on “Strategy & Tactics: Dark Ages (PC, Preview)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.