Super Seducer: How to Talk to Girls (PC)

Wir Frauen sind schon so ein Thema für sich, das muss man schon zugeben. Mit Stimmungsschwankungen und Meinungsänderungen. Dass man sich da als Mann schon mal schwertut, ist verständlich. Entsprechend kann es natürlich auch keinen Leitfaden dafür geben, wie man uns Frauen am Besten anspricht und welche Maschen wirklich gut wirken. Es spielen ja noch weit mehr Faktoren eine Rolle, als der perfekte Anmachspruch. Aber sich Gedanken über die richtige Gesprächsführung zu machen, ist selbstverständlich auch nicht falsch.

Ob dieser Weg ans Ziel führt?

Viel Stoff gibt es bereits zum Thema Flirten, vom Buch über die App bis zu Dokumentationen. Auch im Bereich Games kommt die Thematik immer wieder zur Sprache, ein ganzes Genre widmet sich den sogenannten Dating Spielen. Die Auswahl ist groß, doch „Super Seducer: How to Talk to Girls“ sticht aufgrund mehrerer Faktoren aus der Masse heraus.

Der offensichtlichste Punkt ist, dass das Spiel auf den ersten Blick gar nicht als solches zu erkennen ist. Denn vielmehr schauen wir einen Film, bei dem wir die weitere Handlung entscheiden. So sehen wir zum Beispiel zwei hübsche Frauen in einer Bar sitzen und wollen uns dazu gesellen. Schon stehen wir vor der ersten Frage: Einfach ein Kompliment machen oder nach Rat fragen? Oder eine junge Dame kommt uns auf der Straße entgegen. Von der Seite anquatschen, pfeifen oder frontal ansprechen? Was kommt wohl am Besten an? Nach jeder Antwort bekommen wir erklärt, warum dies richtig, falsch oder nur so halb in Ordnung war.

What the fuck?

So weit, so gut. Auf jeden Fall viel unterhaltsamer als sich Ratgeber im Fernsehen oder auf DVD anzuschauen. Die Idee weiß also generell zu gefallen. Die Umsetzung hingegen weißt so einige Schwächen auf. Da wäre zum einen der Herr, der im Anschluss einer Antwort auf einem Bett seine Erklärung abgibt, flaniert von zwei Damen in Unterwäsche. Das nimmt dem psychologischen Faktor so ziemlich alles an Seriosität. Sicherlich will man damit suggerieren, dass er ein echter Hengst ist, der sogar zwei Mädels in sein Bett bekommen hat. Da aber generell davon gesprochen wird, wie man respektvoll mit der Frauenwelt umgeht, passt das so gar nicht zusammen.

Was ebenfalls dem Spiel einen sehr albernen Charakter verleiht, sie die teilweise lächerlichen und extrem niveaulosen Antwortmöglichkeiten. Oder hat tatsächlich schonmal jemand eine Frau, die er gerade 10 Minuten kennt, gefragt, ob sie Sex mit ihrem Hund hat?  Vielleicht soll das ja humorvoll sein oder das Ganze auflockern, geht aber ziemlich nach hinten los.

Sicherlich gibt es einige Tipps, die hilfreich sein können, außerdem interessante Experimente wie die Sache mit dem Erdbeerfeld, aber um ehrlich zu sein, ist der Kerl, den wir „spielen“ zwischenzeitlich so unsympathisch mit seinen ach so witzigen Gags, dass er auch ohne unsere Entscheidungshilfe bei der Damenwelt nicht allzu gut ankommen und einiges an Augenrollen kassieren würde. Kurzum: Die Idee ist gut, die Umsetzung aber noch nicht ganz ausgereift und teilweise fast schon lächerlich und / oder langweilig.

Super Seducer: How to Talk to Girls

Super Seducer: How to Talk to Girls
5.1

Idee

8.2 /10

Ideenumsetzung

4.2 /10

Dialoge

5.0 /10

Niveau

4.0 /10

Unterhaltungsfaktor

4.3 /10

Pros

  • Die Grundidee ist gut
  • Kommentare zu den Entscheidungen

Cons

  • Ganz seltsamer Typ, dieser Richard...
  • Teilweise viel zu lange Dialoge
  • Niveaulose Auswahlmöglichkeiten
  • Das gesamte Spiel scheint sehr improvisiert und nicht richtig durchdacht
  • Hoher Fremdschämfaktor

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