The Exiled (PC, Preview)

Die Wildniss ruft! In The Exiled von Fairytale Distillery zieht ihr als einsamer Kämpfer in die unbarmherzige Landschaft des Online-PVP. Zum Überleben werdet ihr Looten, Kontakte knüpfen und Feinde zerstören müssen. Der Titel ist zur Zeit noch in Entwicklung, kann aber kostenlos gespielt werden und verfügt über Mikrotransaktionen, die euch Spielgegenstände einbringen können. Wir haben The Exiled für euch getestet.

Setting

Ihr beginnt The Exiled mit der Erstellung eures Charakters, einem kurzen Tutorial und werdet dann auch direkt ins Getümmel geworfen. Eine Story gibt es nicht, das Hauptziel eures Charakters ist es, sich als Kämpfer im feindseligen Tal zu beweisen. Zwischen verdörrten Feldern und grünen Wiesen stellt ihr euch einer Vielzahl von NPC-Gegnern und feindlichen Spielern entgegen, die euch alle ans Leder wollen. Tretet einem Clan bei, baut euer Lager auf und tut euer bestes, um den endlosen Angreiferwellen standzuhalten. In The Exiled überlebt immer nur der Stärkere.

Gameplay

Gleich im Tutorial zeigen sich erste, interessante Konzepte, die das PVP-MMO mitbringt. Euer Spielercharakter ist beispielsweise an keine feste Klasse mit eigenen Fähigkeiten gebunden. Stattdessen wählt ihr bei der Charaktererstellung aus verschiedenen Waffen und Rüstungen, die euch Zugang zu eigenen Fähigkeitensets bringen. Ein Magier mit Breitschwert oder Krieger mit Feuerbällen: euren Charakter könnt ihr sehr gut an euren eigenen Spielstil anpassen. Ebenfalls wichtig ist das Looten in The Exiled. Hier wollen die Entwickler aber unnötigen Grindingzwang vermeiden, stattdessen ermöglichen euch Lootgegenstände das Verbessern und Erlernen neuer Fähigkeiten, oder die Errichtung von Stützpunkten. Es soll weniger um zufällige, übermächtige Setwaffen gehen, stattdessen liegt der Fokus auf dem Kampfskill der Spieler, ähnlich wie in MOBAs alá League of Legends.

Wer The Exiled anfängt, erkennt auch, dass der Vergleich garnicht so weit hergeholt ist. Die Kampfmechaniken, das Verstecken in den Büschen und die allgemeine Ansicht des Spiels kommen nah an League of Legends oder das Heldensystem in Warcraft 3 ran. Anders als in anderen MMORPGs wird hier jedoch weniger auf Quests und Spielerfortschritt gesetzt, sondern eher auf Spielerschlachten, die Herausforderungen der Kämpfe und das Halten von Stützpunkten. Und alleine wird das eine ganz schön kniffelige Aufgabe. Tatsächlich solltet ihr euch zu Beginn am besten direkt einen Clan suchen, der euch den Eintritt ins Spiel erleichtert und euch das volle Potenzial ausschöpfen lässt, da das „Claimen“ von Loot oder Kämpfe gegen mehrere Gegner alleine sehr schnell sehr schwer wird. Zum einsamen umhertreiben und erkunden der Gegend lädt The Exiled also nicht ein, selbst wenn die Umgebungen wirklich schick gestaltet sind.

Im Spiel selber sind neue Spieler zwischendurch mit der Abhandenheit eines wirklichen „Roten Fadens“ ins Spiel konfrontiert, nachdem das Mechanikentutorial super gelungen ist und knapp alles erklärt, was ihr wissen müsst. Ebenfalls ärgerlich sind Serverabstürze, wenn sie passieren. Und während man den eigenen Charakter auf „Friedlich“ stellen kann, sorgt das kampfbasierte Prinzip des Spiels dafür, dass euch feindliche Spieler trotzdem angreifen können. Das passiert auch gerne mal neuen Spielern, die von erfahrenen Kriegern, die um das Startgebiet lauern, attackiert werden. Ein Abenteuer ist The Exiled nicht- Aber ein interessantes Konzept für ein „Open Sandbox MMORPG“, wie die Entwickler es nennen. Ich würde es eher als „Open World-MOBA“ bezeichnen, dass noch unter einigen Kinderkrankheiten leidet.

Grafik und Sound

Die Präsentation von The Exiled ist bunt und gut gelungen, vielleicht grade weil sie starke Parallelen zu anderen Top-Down-RPGs aufweist. Wären die wunderschönenen Landschaften mit mehr Story- oder Singleplayerinhalt gefüllt, würde ich sie nur zu gerne erkunden. Auch die Musik macht Laune und untermalt das ganze stimmig.

Fazit

Da es kostenlos ist, lohnt sich ein Blick auf alle Fälle. Ein interessantes PVP-MMORPG.

 

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