The Hunter – Call of the Wild (PS4)

Es ist schon einige Jahre her, dass es einen ersten Teil von „The Hunter“ gegeben hat. Ein bisschen seltsam war dies, denn wenngleich Simulationen allseits beliebt sind, war es doch etwas verwirrend als Jäger Jagd auf süße Tierchen zu machen, die einen weder angegriffen noch sonst etwas böses getan haben. Damals waren Steuerung und Grafik alles andere als schön und so ist das Spiel bei manch einem völlig in Vergessenheit geraten.

Doch gekauft wurde es eben tatsächlich von so manch einem Hobbyjäger, der daran anscheinend echt Spaß hatte. So ist es dann nicht weiter verwunderlich, dass auch in diesem Jahr die Fans mit einer neuen Version beglückt werden. Und wer seit damals dem Titel keine Chance mehr gegeben hatte, der wird sich nun ordentlich wundern, was für eine großartige Simulation nun entstanden ist.

Psssst…. Ruhe bitte!

„The Hunter – Call of the Wild“ heißt der neueste Titel, der für PC und Konsolen erschienen ist. Wir hatten das Vergnügen auf der PS4 spielen zu dürfen und was sollen wir sagen? Es war tatsächlich ein Vergnügen, wenn man erstmal über seinen moralischen Schatten gesprungen und das Spiel eben einfach als Spiel angesehen hat.

Das Spielprinzip ist simpel erklärt: wir schlüpfen in die Rolle eines Jägers und machen uns auf die Pirsch. Zunächst gibt es einfache Aufgaben, um besser in das Spiel und die Steuerung einzusteigen. Doch die Quests werden mit der Zeit natürlich anspruchsvoller und zeitaufwendiger. Doch was fällt gleich zu Beginn auf? Die wunderbare Atmosphäre! Die Landschaften sind großartig in Szene gesetzt, viele Details erwarten uns und auch die Tiere sehen sehr gut gestaltet aus. Zu Beginn kann man zwischen zwei verschiedenen Jagdarealen wählen und bekommt entsprechend unterschiedliche Landschaften und auch Tierarten geliefert – denn darauf wurde hier viel Wert: die Welt so realistisch wie möglich zu gestalten, passend mit Fauna und Flora.

Auch der Sound ist absolut stimmig und trägt zu einer Atmosphäre bei, die einerseits zu einem entspannten Streifzug durch die Wildnis einlädt, andererseits Spannung aufkommen lässt, wenn man sich auf der Pirsch befindet. Kleine Abstriche gibt es nur bei der Grafik, wenn man einen zu genauen Blick riskiert, da kann man schon die einen oder anderen Texturfehler ausmachen – aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Viele Stärken und nur ganz kleine Macken

Die Spielmechanik selbst ist im Vergleich zu Vorgängertiteln oder ähnlichen Spielen sehr überzeugend. Man sollte dennoch so fair sein und erwähnen, dass es hie und da zu Steuerungsproblemen kommt und Treffer nicht so gewertet werden, wie man sie selbst gesehen und empfunden hat. Das kommt aber zum Glück recht selten vor und zieht hat keinen Frustfaktor nach sich. Eine Schwäche jedoch ist eindeutig das Menü. Es ist sehr unübersichtlich und man muss sich schon eine Weile damit beschäftigen, eher man durchblickt. Ganz zu schweigen, dass es im Gegensatz zum restlichen Spiel äußerst hässlich gestaltet worden ist.

Aber ihr merkt schon: eigentlich nicht der Rede wert, nicht wahr? Im Großen und Ganzen kann man nämlich getrost sagen, dass man mit „The Hunter – Call of the Wild“ das bisher beste Simulationsspiel für Hobbyjäger erhält – von der Atmosphäre bis zur Questvielfalt. Und im Gegensatz zu den Vorgängern – inklusive des letzten, das aufgrund des Online-Modus und der Möglichkeit des Kaufes von Jagdlizenzen für einigen Ärger gesorgt hat – gab es hier einen riesigen Qualitätssprung in die richtige Richtung.

The Hunter - Call of the Wild

The Hunter - Call of the Wild
8.7

Grafik

8.7/10

Sound

9.0/10

Steuerung

8.2/10

Atmosphäre

9.0/10

Pros

  • Sehr schöne Grafik mit nur kleinen Schwächen
  • Atmosphärische Landschaften
  • Abwechslungsreiche Quests

Cons

  • Kleine Schwächen in der Spielmechanik

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