The Manson Family (DVD)

Charles Manson – ein Name, der auch heute noch irgendwie Angst und Schrecken verbreitet. Und ein Beispiel dafür, wie gefährlich vermeidlich harmlose Sekten doch sein können. Als Anführer der „Manson Family“ gelang er Ende der 60er Jahre zu traurigem Ruhm, nachdem die „Tate / LaBianca-Morde“ begangen worden sind.

Eine Sekte des Grauens

Hollywood, bekannt für Glamour und Reichtum, wurde in den 60ern durch eine Gewaltwelle der sogenannten „Manson Family2 erschüttert. Unter der Führung von Charles Manson wurden unter anderem Roman Polanskis hochschwangere Ehefrau Sharon Tate und einen Tag später der Supermarktbesitzer Leno LaBianca und seine Frau Rosemary ermordet.

Noch im selben Jahr wurden Manson und einige seiner Anhänger verhaftet – allerdings aus einem anderen Grund. Dennoch konnte ihnen im nächsten Jahr auch wegen der Morde der Prozess gemacht werden, wo Manson selbst zur Todesstrafe verurteilt worden ist, welche später jedoch aus gesetzlichen Gründen in eine lebenslängliche Haftstrafe umgewandelt worden ist, die er bis heute noch verbüßt.

Die Geschichte, die sich in geschriebenen Worten schon schrecklich und dramatisch anhört, ist in Ton und Bild noch viel beängstigender. Obwohl es schon so einige Verfilmungen und Dokumentationen zur Manson Family gibt, hat sich der US-Filmemacher Jim Van Bebber erneut an das brisante und schockierende Thema gewagt. Bereits in den 80er Jahren hatte er seinen Streifen geplant, doch erschienen ist er dann erst im Jahr 2003. Man könnte meinen, was so lange braucht, muss dann doch wenigstens richtig gut sein…

Eine Halbdoku, die auch nur halb gut ist

Na ja… Formulieren wir es mal freundlich: Jim Van Bebber hat scheinbar zumindest genau das auf den Markt gebracht, was er machen wollte. Ob das dann bei anderen auch gut ankommt, ist eben eine andere Frage. Mit „The Manson Family“ bekommen wir eine Mischung aus Spielfilm und Dokumentation geliefert, bei der bewusst das neuere Material auf alt getrimmt worden ist, um es realistischer an die Zeit des Geschehens anzupassen. Für das verwöhnte Auge von heute ist das schonmal der erste Stolperstein.

Leider gibt es noch so einige andere auf dem Weg durch den Film. Zum Beispiel die eher laienhaften Darsteller. Oder die Tatsache, dass hie und da die Chronologie der Ereignisse etwas durcheinander gerät. Das verwundert, wenn man bedenkt, wie lange sich Jim Van Bebber mit der Thematik auseinander gesetzt haben muss.

Eins steht aber fest: dieser Film ist schonungslos. Er zeigt die Brutalität deutlich auf und ist entsprechend zurecht erst ab 16 Jahren freigegeben. Eine Horrordokumentation, die man sich anschauen kann, wenn man sich sehr für die Geschichte um den Sektenanführer interessiert – oder aber um sich auf den geplanten Manson-Film von Star-Regisseur Quentin Tarantino einzustimmen.

The Manson Family

The Manson Family
5.8

Storyumsetzung

5.3 /10

Bild- und Tonqualität

7.0 /10

Darsteller

5.0 /10

Pros

  • Schonungslose Darstellung

Cons

  • Laienhafte Darsteller
  • Der Spielfilmanteil enttäuscht

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