The Videokid (PC)

Eines meiner ersten Spiele für den GameBoy Colour, vielleicht eines meiner ersten Spiele überhaupt, war Paperboy. Die Aufgabe war, mit einem Fahrrad eine Straße entlang zu fahren, Hindernissen auszuweichen und Zeitungen in die Briefkästen der Abonennten zu werfen. Ein Klassiker, der mir ordentlich Kopfschmerzen bereitet hat. Und genau den bringt PixelTrip Studios jetzt wieder auf den PC. Mal schauen, ob ich mich in den letzten Jahren verbessert hab.

Setting

Wir schreiben das Jahr 1980. In einer kleinen Vorstadt übernehmt ihr die Kontrolle des Videokids, der für ein bescheidenes Taschengeld Tag für Tag Videokassetten an Abonennten ausliefert. So auch heute, nur noch diese eine Straße muss gefahren werden, dann geht es mit Jessica ins Kino. Leider ist diese Straße die schlimmste seiner ganzen Route… Endlose Meter voller Popkulturreferenzen, die dem armen Videokid ans Leder wollen. Der zeigt sich davon aber unbeeindruckt und stürzt sich mit seinem Skateboard ins Getummel. Zieht krasse Tricks ab, macht eure Abonennten glücklich und versucht, so lange zu überleben, wie es geht.

Gameplay

Das Spielprinzip hat sich von seinem klassischen Vorbild nicht allzuweit entfernt. Ihr könnt nach links und rechts fahren und springen, um den zahlreichen Hindernissen auszuweichen, und Videos nach links werfen, um Briefkästen zu treffen und Punkte zu kassieren. Und wenn ihr zwischendurch die Möglichkeit habt, könnt ihr sogar ein paar Videos an die Köpfe von recht bekannten Charakteren werfen, um noch ein paar Extrapunkte abzustauben. Neu ist zum Beispiel das Tricksystem, mit dem ihr euer Board in der Luft rumschleudert oder auf Autos grinden könnt, um Punkte zu kassieren. Ausserdem kriegt ihr für lange Serien von Briefkästenwürfen Punkteserien, die natürlich auch mit Referenzen gespickt sind.
Je weiter ihr kommt, desto mehr Geld kriegt ihr, dass ihr dann für neue Outfits und Tricks ausgeben könnt. Hauptsächlich geht es aber darum, euer Können an den zunehmend schwereren Herausforderungen des Spiels zu messen. Die Hindernisse sind zahlreich und schnell, es wird also etwas Zeit brauchen, um Abläufe kennen zu lernen und wirklich weit zu kommen. Etwas ungewohnt kann die Steuerung sein, was unter anderem an dem klassischen, leicht geneigten Blickwinkel des Spiels liegt. Abstände lassen sich dadurch teilweise schwer abschätzen und sorgen schnell für Asphaltküsse. Alles in allem ist The Videokid aber ein forderndes, kleines Spiel, das zum einen eine liebevolle Hommage an das spielerische Vorbild als auch an die 80er Ära ist. Ausserdem eignen sich die schnellen, kniffligen runden perfekt für eine kurze Kaffeepause!

Grafik und Sound

Auch in der Präsentation lässt sich The Video Kid von seinem Retroflair nichts nehmen und zeigt eine schöne, pixelierte 3D-Optik. Kenner werden im Laufe des Spiels Unmengen bekannter Persönlichkeiten und Charaktere erspähen, die meistens auch immer mit einem Soundbyte daher kommen. Das, zusammen mit dem gelungenen 8-Bit-Soundtrack, kann sich dann schonmal anhören wie das Chaos einer Retro-Kirmes. Aber Stimmung macht das auf jeden Fall!

Fazit

The Videokid ist Nostalgie pur und macht einfach Spaß.

 

 

The Videokid (PC)

The Videokid (PC)
9

Setting

9.5/10

Gameplay

8.5/10

Grafik und Sound

9.0/10

Pros

  • Simpler, aber schwerer Arcadespaß
  • Viele Referenzen
  • Niedriger Preis
  • Hübsche Optik

Cons

  • Kann schnell eintönig werden

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