To End All Wars (DVD)

Wenn Filme während des Zweiten Weltkriegs spielen, sind häufig die Deutschen ein wichtiges Thema. Doch „To End All Wars – Gefangen in der Hölle“ spricht eine andere Tatsache des Krieges an, die zwar bekannt ist, von der man aber nicht so viel hört.

Eine wahre Begebenheit

Singapur wurde von japanischen Truppen eingenommen, die bei dieser Gelegenheit einige schottische, britische und amerikanische Soldaten gefangen genommen haben. Diese werden in ein japanisches Kriegsgefangenenlager im thailändischen Dschungel gebracht, wo sie unter menschenunwürdigen Umständen leben müssen. Sie vegetieren aber keinesfalls in Zellen vor sich hin, sondern werden dazu gezwungen, am Bau einer Eisenbahnlinie durch den Dschungel mitzuarbeiten. Doch nicht alle lassen sich so einfach unterkriegen, sodass sich eine Allianz bildet, die so nicht länger mit sich umgehen lassen will…

Bei diesem Film handelt es sich um eine Verfilmung des Buches „Im Tal des Kwai“, das 1962 von Ernest Gordon geschrieben worden ist. Gordon selbst befand sich im zweiten Weltkrieg in japanischer Kriegsgefangenschaft und musste beim Bau der sogenannten Todeseisenbahn mithelfen. Die schrecklichen Erfahrungen, die er in der Zeit machen musste, hat er mit dem Schreiben seines Buches zu Papier gebracht.

Der Film wird dem Buch leider nicht gerecht

Tatsächlich wird der Film, der im Jahr 2001 erschienen ist, dem Buch nicht ganz gerecht. Diese verfilmte Biographie des ehemaligen Captain Ernest Gordon – der hier von Ciarán McMenamin gespielt wird – lässt den Zuschauer erschaudern und mitfühlen. Zumindest die Story, die man ja auch im Buch nachlesen könnte. Die Umsetzung hingegen lässt hie und da zu wünschen übrigen.

Denn leider nehmen viele der Darsteller entweder ihre Rollen nicht ernst oder aber sind eigentlich Theaterschauspieler, die ans Überdramatisieren gewohnt sind. Gerade den Nebenrollen kann man die Darstellungen nur schwer abkaufen. Hinzu kommt, dass sich in diese US-amerikanische-britische Produktion eine große Portion Patriotismus eingeschlichen hat, wie man ihn leider aus viel zu vielen US-Kriegsfilmen kennt. Ein bisschen hätte man auf die Bremse treten dürfen, vor allem bei einem Film, der so berührend und erschreckend zugleich hätte sein können.

Obendrein kommt es zu Längen, die nicht hätten sein müssen, schließlich gibt das Buch und das Thema so viel an Stoff her. Da es zu diesem historischen Ereignis aber nicht allzu viele Filme gibt, tun sich Vergleiche mit „Die Brücke am Kwai“ gezwungenermaßen auf – und da verliert „To End All Wars“ dann eindeutig.

Und trotzdem ist es keine völlige Zeitverschwendung diesen Film gesehen zu haben. Man muss nur seine Erwartungen etwas runter schrauben und sich mehr auf die Story als das Drumherum konzentrieren.

To End All Wars

To End All Wars
6.9

Story

8.6 /10

Storyumsetzung

5.8 /10

Atmosphäre

6.2 /10

Darsteller

7.1 /10

Bild- und Tonqualität

7.0 /10

Pros

  • Story, die zu Herzen geht
  • Einige gute Darsteller
  • Bild- und Tonqualität in Ordnung

Cons

  • Zu langatmige Szenen
  • Einige laienhafte Darsteller
  • Eine Portion zu patriotisch

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