Toby – The Secret Mine (PS4)

Kennt ihr das Spiel „Limbo“? Ist nichts für euch? Dann werdet ihr „Toby – The Secret Mine“ auch nicht mögen. Habt ihr euch von „Limbo“ aber gar nicht los reißen können, so solltet ihr „Toby“ eine Chance geben!

Ja, Ableger des Erfolgshits „Limbo“ gibt es viele und keines reicht so wirklich an das Spiel heran. Doch „Toby“ macht einen guten Schritt in die richtige Richtung. Seit einer Weile ist das Spiel bereits für PC-Spieler zu haben, nun können sich auch PS4-Zocker ins Rätselvergnügen stürzen.

Das Szenario

Wir befinden uns in einem friedlichen Bergdorf. Nun ja, ein ehemals friedliches Bergdorf, denn nun ist es ziemlich verwaist. Fast alle Bewohner wurden entführt! Die übrig gebliebenen Einwohner haben sich dann und wann auf das Abenteuer begeben, ihre Freunde und Familie zu retten, doch keiner ist je zurück gekehrt. Doch irgendjemand muss doch was unternehmen können!

Toby – das soll der Held dieser Geschichte werden. Der kleine Toby ist die Warterei satt und macht sich auf den Weg zur Rettung der Dorfbewohner. Dass dies kein einfaches Unterfangen sein wird, wird ihm schnell bewusst. Seine Reise – und somit auch unsere – treibt ihn tief in die Wälder, die voller Gefahren und Überraschungen lauern.

Das Gameplay

„Toby – The Secret Mine“ ist ein typisches Trial & Error Game. Hier heißt es versuchen bis es klappt. Oder man aufgibt. Dann jedoch wird man natürlich nie erfahren, ob es eine Rettung geben wird. Zurück zum Gameplay. Wir steuern Toby in gewohnter Jump and Run Manier durch die Level und stellen uns darauf ein, einige Male zu sterben. Trottelig in eine Falle getapst, draus gelernt und beim nächsten Mal besser gemacht. So könnte man die Aufgabe des Spielers salopp zusammenfassen. Rätsel gibt es so einige, bei denen man etwas falsch machen kann, diese sind auch abwechslungsreich genug, um die eigene Geduld auf die Probe zu stellen.

Wer sich richtig gut anstellt, der wird „Toby“ in relativ kurzer Zeit durchgespielt haben. Doch für den normalen Spieler sind einige Stunden Spielspaß – oder eben manchmal auch Spielfrust – garantiert. Das wichtigste ist hier, Durchhaltevermögen und Geduld zu beweisen. Typisch für das Genre also.

Das Drumherum

Wenngleich bei einem Jump and Run und Rätselspiel die Grafik eher sekundär ist, so möchte man in der heutigen Zeit doch zumindest ein bisschen die Welt genießen, durch die man seinen Charakter bewegt. „Toby“ setzt dabei auf einen dunklen Stil in schöner Grafik. Eine düstere Atmosphäre wird dadurch erzeugt, die natürlich die ohnehin schon angespannten Nerven aufgrund der Trial & Error Geschichte nochmal zusätzlich reizt. Aber genau das ist es, was dieses Spiel ausmacht. Das Gesamtpaket, zu dem in diesem Fall auch eine angenehme Grafik zählt. Der Soundtrack ist okay und fügt sich ins Bild ein, ist aber im Grunde eher durchschnittlich.

Haben oder nicht haben?

Wer Spiele wie das bereits angesprochene „Limbo“ mag, kann bei „Toby“ nicht viel falsch machen, sollte aber nicht erwarten ein besseres Spiel zu erhalten. „Toby – The Secret Mine“ kann vor allem mit seiner Atmosphäre überzeugen, setzt aber im Grunde auf Minimalismus. Keine große Story, keine detaillierten Hintergründe, kein Soundtrack, der im Gedächtnis bleibt. Dafür aber sind unter den Rätseln einige Nüsse zu finden und für den momentanen Preis können Genre-Fans getrost zugreifen.

 

Toby - The Secret Mine

Toby - The Secret Mine
7.5

Story

6.8 /10

Gameplay

7.5 /10

Grafik

8.0 /10

Sound

7.8 /10

Pros

  • Atmosphärisches Trial & Error Rätselspiel
  • Ansprechende, wenn auch minimalistische Grafik
  • Abwechslungsreiche Rätsel

Cons

  • Relativ kurze Spielzeit für erfahrene Spieler
  • Durchschnittlicher Soundtrack
  • Minimalismus auch bei der Story

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