Toby: The Secret Mine (Wii U)

Fans und Freunde von Puzzle-Plattformern aufgepasst: mit Toby: The Secret Mine kriegen wir einen spirituellen Nachfolger zu Limbo geliefert! Das Original hat sich damals durch seine düstere Atmosphäre, clevere Puzzles und forderndes Gameplay zu einem wahren Geheimtipp entwickelt. Daran möchte Toby: The Secret Mine jetzt anknüpfen, mit ein paar kleinen, aber feinen Unterschieden.

Setting

Wie im Vorbild steuert ihr hier ein kleines, schwarzes Wesen mit leuchtenden Augen durch eine düstere Welt, um einem Entführer hinterherzujagen und begegnet auf dem Weg einer ganzen Reihe an Gefahren. So ziemlich alles will euch das Leben schwermachen, von aggressiven Monstern über riesige Kreissägen bis hin zu gigantischen Lawinen. Im Gegensatz zu Limbo ist die Welt hier aber deutlich farbenfroher und kinderfreundlicher. So wird euer Hauptcharakter nicht mehr aufgespießt, zerschnitten, angezündet oder sonst noch was und ist deswegen auch ab 6 Jahren freigegeben.

Gameplay

Im Spiel arbeitet ihr euch dann durch eine ganze Reihe von Schalterrätseln, Schieberätseln, Puzzles und Plattformer-Passagen, die man in der Regel auch schon aus anderen Spielen des Genres kennt. Das heißt aber nicht, dass sie dadurch einfacher werden. Im Gegenteil, für ein kinderfreundliches Spiel ist Toby: The Secret Mine eine ganz schön harte Nuss. Das liegt vor allem daran, dass viele Teile der Levels unter Stress gelöst werden müssen, oder große Präzision bei den Sprüngen erfordern. Man sollte ausserdem kein Problem damit haben, besonders schwierige Parts mehrmals nacheinander zu versuchen: Viele der Fallen auf dem Weg sind beim ersten Durchspielen nicht ersichtlich und enden fast garantiert mit dem Spielertod. Einige Stellen setzen darüber hinaus auf versteckte Nebenwege, die man im Vorbeigehen recht schnell übersieht und so an einer bestimmten Stelle nicht weiterkommt. Das kann ganz schön frustrieren.

Die Steuerung geht relativ flüssig von der Hand und ist schnell erlernt, wirkt aber in stressigeren Situationen sehr steif. Für so ein kleines Wesen fällt unser Protagonist wie ein Stein zu Boden, nicht selten kurz bevor er die rettende Plattform erreicht und dadurch in den Stacheln landet. All das führt im Endeeffekt dazu, dass Toby: The Secret Mine qualitativ leicht hinter den Spielen, die es inspirieren, zurückbleibt. Dadurch ist es allerdings trotzdem ein spaßiger und ziemlich solider Puzzleplattformer. Die Rätsel innerhalb des Spiels sind abwechselungsreich und verlangen oft verschiedene Ansätze, die zum Erkunden der Spielwelt anregen. Hier kann man mit deutlich mehr als nur stumpfem Kistenschieben rechnen.

Grafik und Sound

Auch in der Präsentation hat sich Toby viel von Limbo und Badlands abgeguckt, was aber nicht schlecht ist. Die dunklen Umgebungen sind sehr atmosphärisch und haben oft schöne, bunte Elemente. Es gibt viel zu entdecken, von grauen und verregneten Wäldern bis hin zu weißen Schneelandschaften. Die Auswahl an Hintergrundmusik ist dafür ein bisschen kurz geraten. An der Handvoll Tracks, die das Spiel untermalen, hat man sich ziemlich schnell sattgehört.

Fazit

„Limbo für Kinder“ klingt vermutlich negativer als ich es meine. Toby: The Secret Mine bewegt sich etwas von morbiden und bombenschweren Rätseln weg, fügt dafür aber kniffeliges Plattforming und eine ordentliche Portion Farbe hinzu.  Spaß für jedes Alter und eine Bereicherung für den E-Shop.

Toby: The Secret Mine (Wii U)

Toby: The Secret Mine (Wii U)
8.3

Setting

9.0/10

Gameplay

7.5/10

Grafik und Sound

8.5/10

Pros

  • Bunte Umgebungen
  • Sehr herausfordend
  • Spaßiges Gameplay

Cons

  • Schwacher Soundtrack
  • Backtracking und viele unvorhersehbare Fallen

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