True Love – Heaven’s too good for us

Die wahre Liebe finden – ist das nicht der Traum von vielen? Romantische Abende zu zweit, gemeinsame Stunden vor dem Kamin oder beim Dinner mit Kerzenschein … Hach, Liebe kann so schön sein! Wie wir darauf nun kommen? Na, an was sollte man denn bei einer Band namens True Love sonst denken? Wirft man dann noch einen Blick auf das in rot gehaltene Cover des neuen Albums „Heaven’s too good for us“, weiß man doch sicher, was für Musik den Hörer erwartet!

Ähm …. nein!

Nein, wirklich nicht. Wer sich zu einem Blindkauf hinreißen lässt, erlebt zu Hause wirklich sein wahres Wunder. Von Romantik und der passenden Musik dazu sind wir hier wirklich ganz, ganz weit entfernt. Fans der Band True Love wissen das natürlich. Aber die wahre Liebe muss ja nicht immer mit einem Mann oder einer Frau zu tun haben, oder? Man kann auch eine Band und ihre Musik lieben und so eben die musikalische wahre Liebe finden. Aber halten wir uns doch nicht länger mit Äußerlichkeiten auf, kommen wir endlich zum Wesentlichen, zum Album „Heaven’s too good for us“.

Und somit auch zur Musikrichtung, um die es sich hier handelt. Hardcore. Schlicht und einfach Hardcore. Laut, brutal und hart. Jap, die Romantiker haben sich nun wohl gerade ausgeklinkt und die Headbanger sind zu uns gestoßen, herzlich Willkommen! Nun stellt sich die Frage, was kann das Album?

Hier gibt’s ordentlich auf’s Maul, wie man in der Szene gerne mal sagt. Temporeiche Titel erwarten den Hörer. True Love erfinden dabei das Genre nicht neu und bringen auch kein Album auf den Markt, das sich sonderlich von anderen seinesgleichen abhebt. Höchstens in der Länge der Stücke, denn die meisten Songs sind nur ein bis zwei Minuten lang. Auffällig ist dabei, dass sich die ersten Titel doch sehr ähnlich anhören und auf Experimente und Innovation vollkommen verzichtet worden ist. Erst ab „Young to Die“ kommt etwas Abwechslung in den CD-Player. Nach nichtmal 20 Minuten ist der Spaß dann aber schon vorüber, sodass man fast dazu geneigt ist, von einer EP zu sprechen – wenngleich es immerhin 13 Titel auf „Heaven’s too good for us“ geschafft haben.

Hardcore-Fans können zugreifen

Wer auf Hardcore im klassischen Sinn steht, der kann mit dieser Platte nichts falsch machen. Qualitativ sind alle Stücke hochwertig, nur an Abwechslung fehlt es eben. Dafür geht es mit ordentlich Rums zur Sache. Wer sich mal richtig austoben will und alles hinaus lassen möchte, der darf gerne zugreifen und mächtig die Haare beim Headbangen wirbeln lassen. Ruhige Töne sind hier nämlich nicht zu finden!

True Love - Heaven's too good for us

True Love - Heaven's too good for us
6.5

Innovation

6.1/10

Abwechslung

6.0/10

Härte

8.9/10

Laufzeit

5.0/10

Pros

  • Hart, härter, Hardcore!
  • Power von Anfang bis Ende

Cons

  • Kurze Laufzeit
  • Wenig Abwechslung

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