Underworld Ascendant (PC)

Die gute, alte „Underworld“-Reihe. Was waren das für Zeiten! Für die Suchtis von damals gibt es jetzt mit „Underworld Ascendant“ jetzt einen Nachschlag, an den man jedoch keinesfalls die gleichen Erwartungen stellen sollte. Denn – obwohl es einige echt tolle Pluspunkte gibt – irgendwie erscheint das Ganze ziemlich unfertig und reichlich verbuggt. Doch fangen wir von vorne an.

Zeit für einen neuen Helden!

Wir müssen die Welt retten! Nichts Neues in einem Spiel dieser Art und damit ist die Story, die wir zu Beginn des Spiels verraten bekommen, eigentlich auch schon erklärt. Ein sehr kurzes Intro, in dem es außer einen Maskenmann nichts zu sehen gibt, lässt schon ein erstes Gefühl der Enttäuschung aufkommen und macht ein bisschen Angst, ob es wohl auch im weiteren Spielverlauf so lieblos weitergeht.

Und leider ist dem zum Teil der Fall. Die Grafik ist zwar auf einem guten Niveau, jedoch ist die Spielwelt ziemlich leer und lieblos. Hie und da stehen ein paar Kisten, Fackeln usw., aber so richtig schön gestaltet ist die Umgebung leider nicht. Auch ist es stellenweise viel zu dunkel. Ja, das soll in einem Dungeon schon so sein und in manchen Bereichen macht dies durchaus Sinn, doch eben nicht immer und schon gar nicht dann, wenn der Raum oder die Halle aufgrund der Feuerbeleuchtung eigentlich durchaus heller sein könnte. Also: Grafik okay, Umgebungsgestaltung traurig langweilig.

Der Wille war da, doch die Umsetzung hat einige Probleme

Kommen wir zum Gameplay. Dieses ist toll. Muss man mal so sagen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, seinen Charakter zu entwickeln und mit den wenigen Umgebungsgegenständen zu experimentieren. Auch merkt man deutlich, dass die Entwickler von „Thief“ hier mit am Werk waren, zum Beispiel, wenn es an das um die Gegner herumschleichen und Lichtquellen mit Wasserpfeilen ausschießen geht. Die Rätsel, auf die man im Laufe des Spiels trifft, sind abwechslungsreich, wenngleich auch nicht neuartig. Doch sie machen Spaß und tragen zu einer gelungenen Atmosphäre bei.

Wurde es also um den reinen Spielspaß des Gameplays gehen, dann ist „Underworld Ascendant“ vollkommen zu empfehlen. Leider gehören da aber immer noch ein paar Faktoren mehr dazu, die in diesem Fall eben jenen Spielspaß enorm mindert. Das wäre wie bereits erwähnt zum einen die Umgebung, zum anderen aber auch die fehlende Speichermöglichkeit. Gut, sie fehlt nicht vollkommen, jedoch wird man beim Laden des Spiels immer wieder zurück an den Anfang eines Levels gesetzt. Man behält zwar alles, was man vorher gesammelt hat, muss aber sämtliche Rätsel erneut lösen, was aufgrund von weitläufigen Levels wirklich, wirklich lange dauern kann. Und wehe es kommt dann nochmal was dazwischen! Dann geht der „Spaß“ wieder von vorne los. Spätestens beim dritten Mal überlegt man es sich dann sehr genau, ob man das Spiel überhaupt nochmal starten möchte. Zwar gibt es die Möglichkeit, sich selbst Safepoints zu setzen, allerdings helfen diese nur, wenn man im Spiel stirbt. Lädt man neu, startet man am Leveleinfang.

Was für ein Lärm (um Nichts)!

Und dann wäre da der Sound. Positiv anzumerken ist, dass das Spiel mit einer deutschsprachigen Vertonung daherkommt. Allerdings ist diese etwas lieblos und klingt wie stur heruntergelesen. Mit der Lautstärke scheinen die Entwickler auch so ihre Probleme gehabt zu haben. Während Stimmen sehr leise sind, sind Geräusche im Vergleich viel zu laut. Dreht man also die Lautstärke höher, um einer Stimme zu lauschen und vergisst danach sie wieder runterzuregeln, gibt es beim nächsten Geräusch einen ordentlichen Schreck. Nicht zu erwähnen, wie unnötig und lästig manche Geräusche sind…

Es tut schon fast ein wenig weh, dies zu sagen, aber momentan ist das Spiel einfach nicht zu empfehlen. Dabei hat es ein solch großes Potential und die Entwickler, die hieran gearbeitet haben, sind doch eigentlich auch Meister ihrer Klasse, die es besser machen könnten. Wir hoffen also, dass hie und da noch ein wenig am Spiel gefeilt wird, nur momentan ist der Spielspaß längst nicht so hoch wie erwünscht.

Underworld Ascendant

Underworld Ascendant
6.5

Story

7.0 /10

Grafik

8.2 /10

Design und Sound

5.8 /10

Spielspaß

5.0 /10

Pros

  • Weitläufige Level und viele Möglichkeiten
  • Schöne Grafik
  • Interessante Gameplay-Features

Cons

  • Ladebug oder bewusst nervtötend gestaltet?
  • Lieblose, fast schon tote Spielumgebung
  • Geräuschpegel völlig falsch eingestellt

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