Unexplored (PC)

Und noch ein Dungeon-Crawler. Mir dreht sich schon alles von den ganzen Top Down-2D-Rougelike-Bingelootern, die in den letzten Jahren erschienen sind. Manche wurden etwas bekannter, manche weniger. Aber eins steht fest: Es gibt einige. Jetzt kommen Ludomotion daher und werfen einen weiteren in die Runde: Unexplored. Was soll der haben, was es woanders nicht gibt?

Setting

Auch wenn die Räume des zu erkundenden Dungeon of Doom immer wieder unterschiedlich sind, die Geschichte bleibt immer recht ähnlich. Ihr spielt einen jungen, einäugigen Helden, dessen Aufgabe es ist, in die Tiefen des Verlieses vorzudringen, fiese Monster zu bekämpfen, ein magisches Amulett von einem Drachen zu stehlen und zurückzukehren. Klingt bis jetzt erstmal recht simpel. Natürlich lauft ihr aber nicht einfach zwei oder drei Treppen runter und das Spiel ist durch, denn die Fallen und Gegner auf eurem Pfad sind zahlreich und tückisch. Und selbst wenn ihr glaubt, dass ihr alles gesehen habt, lauert hinter der nächsten Ecke eine neue Gefahr. Hätten wir dem Alten in der Taverne doch nur ein Bier ausgegeben und zugehört…

Gameplay

Also, was steckt unter der Haube von Unexplored? Im Spiel selbst merkt man schnell, dass man sich hier nicht mal eben durch die Gegnerhorden schlagen kann. Anders als in vielen Hack’n’Slash-Spielen, wo die Steuerung fast automatisch von der Hand geht und man direkt voll durchstarten kann, braucht es bei Unexplored eine kurze Zeit, bis man mit dem Umfang des Spieles warm wird, am besten durchläuft man als erstes das Tutorial und versucht sich dann an einem Dungeon der Schwierigkeitsstufe einfach.
Der Grund dafür ist, dass hinter Unexplored weit mehr Rollenspiel steckt, als man zu Anfang vielleicht denkt. Neben den Kämpfen muss man nämlich zum Beispiel auch auf die Verwaltung seiner Ausrüstung achten, kann Charakterstats aufwerten, Tränke ausprobieren, Rätsel lösen und und und… Vor allem aber ist Unexplored schwerer als es aussieht. Das fängt bei der Steuerung an. Ihr bewegt und zielt bei der Verwendung eines Gamepads mit den beiden Analogsticks, wie es in der Regel üblich ist. Zum Kämpfen verwendet ihr die Gegenstände in eurer Hand. Hier könnt ihr zum Beispiel einen Zweihandgegenstand, zwei Einhandgegenstände usw. tragen. Die Auswahl an Schwertern, Äxten, Zauberstäben und Schilden ist reichlich, jeder hat eigene Effekte. Aber aufgepasst, einfach zuschlagen könnt ihr nicht. Jede Waffe hat nämlich einen gewissen Cooldown, das heißt, eine Zeit, in der ihr nach einem Schlag nicht angreifen könnt. Passt in den Kämpfen also gut auf, wie ihr eure Angriffe plant. Abgesehen von den Waffen gibt es auch eine Menge anderer Gegenstände zu finden, die ihr ausrüsten, einmalig benutzen oder anderweitig verwenden könnt.
Abseits der Action sind die zufällig generierten Dungeons voller Fallen, Schatzkisten und falscher Schatzkisten, die euer Abenteurerherz höher schlagen lassen. Schalter wollen mit Bedacht umgelegt werden, denn alles mögliche kann passieren. Schleicht entlang der Wände durch die Schatten, um Gegnern aus dem Weg zu gehen oder späht durch Gitterstäbe in der Wand, um den nächsten Raum auszukundschaften.
Sobald ihr euch den normalen Gegnern erfolgreich gestellt habt, werden euch die Bossgegner alles abverlangen. Trolle, Riesenspinnen, Drachen… Eigentlich fühlt sich Unexplored am ehesten an wie eine Mischung aus einem modernen Action-Hack’n’Slash und einem klassischen Rollenspiel, denen mit Stift und Papier, mit dem besten aus beiden Welten. Und wie es bei älteren RPGs oft der Fall ist, braucht sich auch der Schwierigkeitsgrad nicht zu verstecken und erfordert vom Spieler ein sehr bedachtes Vorgehen und Kampfgeschick. Stirbt der Charakter, verliert ihr euren gesamten Fortschritt und könnt mit einem neuen Helden beginnen. Das wird recht oft vorkommen, doch umso mehr man die Dungeons in Unexplored kennen lernt, desto mehr weiß man sie zu schätzen und kommt weiter.

Grafik und Sound

Ehrlich gesagt, wirklich beeindruckend sieht Unexplored auf Screenshots nicht aus. Die Farben sind etwas blass und die Gegner ziemlich simpel gestaltet. Allerdings haben die 2,5D Dungeons eine gewisse räumliche Tiefe und entwickeln einen eigenen Charme. Die wirkliche Stärke von Unexplored liegt nunmal in der riesigen Vielseitigkeit des Spiels, die man am besten selbst entdeckt.

Fazit

Unexplored verbindet zufällige Dungeons, dynamische Kämpfe und RPG-Elemente auf eine Art, die für stundenlangen Spaß sorgt.

Unexplored (PC)

9,99
Unexplored (PC)
9.1666666666667

Setting

8/10

    Gameplay

    10/10

      Grafik und Sound

      10/10

        Pros

        • Unendlicher Wiederspielwert
        • Spannende Kämpfe
        • Viele Gegner und Items

        Cons

        • Sehr schwer
        • Design ist vermutlich nicht für jeden etwas

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