We love Disney

Seit Generationen verzaubert Disney mit fantastischen Filmen, die Jung und Alt gleichermaßen in den Bann ziehen. Nicht nur die sympathische Maus Mickey und seine Freunde sind längst jedermann ein Begriff, auch die Kinoschlager aus dem Hause Disney sind weltweit bekannt.

Gerade die Kinofilme konnten aber nicht immer nur aufgrund der schönen Zeichnungen, der gelungenen Story oder den guten schauspielerischen Leistungen begeistern. Auch die Musik versprüht eine Magie, der man sich kaum erwehren kann und die ins Ohr geht. Mal gut gelaunt und tanzbar, mal mit sanften Tönen, die zum Nachdenken und Träumen einladen.

Eigentlich sind es die Originaltitel, die für Begeisterung sorgen. Doch nicht selten stellt man fest, dass diese Songs als Coverversionen ebenfalls einen gewissen Flair haben. Ein ganzes Album voll mit Coverversionen gibt es mit dem „We love Disney“ Album, für das sich wahre Größen des aktuellen Musikbusiness zusammen gefunden haben und unterschiedliche Hits zum Besten geben.

Jason Derulo der neue Elton John?

Los geht es mit „Can you feel the love tonight“ aus dem Film „König der Löwen“ gesungen von Jason Derulo. Diesen Künstler möchte man im ersten Moment eher in eine Stilrichtung drücken, die nicht unbedingt kindgerecht ist, doch macht er seinen Job bei diesem Titel wirklich gut. Elton John kann er ehrlicherweise das Wasser hier nicht reichen, doch zeigt er eindrucksvoll, dass solche Songs zu seiner Stimme noch viel besser passen als ein „Talk Dirty“.

Jessie J als Arielle

Mit Jessie J wurde für „Part of your world“ aus „Arielle die Meerjungfrau“ eine Künstlerin gewonnen, die ohnehin zur Zeit bei den Kids und Teens ganz hoch im Kurs steht, immerhin hat sie kürzlich den Nickelodeon Kids‘ Choice Award gewonnen. Mit ihren Singles konnte sie außerdem beweisen, dass ihre Stimme durchaus wandelbar ist, sodass es niemanden verwundern dürfte, dass sie die gefühlvolle Ballade durch und durch authentisch herüberbringt.

Gospel-Power von Ariana Grande

Eine weitere großartige junge Künstlerin gibt sich für den Titel „Zero to Hero“ aus „Herkules“ die Ehre. Ariana Grande, die im letzten Jahr zahlreiche Preise ergattern konnte, ist für diesen Gospel-Titel wie gemacht. Mit ihrer Stimme, die Höhen erreichen kann von denen andere nur träumen, verleiht sie der Nummer eine poppigere Note und macht sie vollkommen up to date.

Ne-Yo beweist Vielfalt

„Friend like me“ aus dem Film „Aladdin“ gehört wohl zu den Titeln, die jeder Disney-Fan kennt. Im Original eine sehr jazzige Nummer, mag es auf den ersten Blick verwundern, dass ausgerechnet der R&B-Sänger Ne-Yo für diesen Titel ausgesucht worden ist. Aber wie zuvor Jason Derulo kann Ne-Yo ebenfalls auf diesem Album den Beweis antreten, dass er nicht nur in eine Genre-Schublade zu stecken ist, sondern durchaus in anderen Gefilden den Ton angeben kann.

Gwen Stefani fegt den Staub weg

Einige Jahrzehnte ist es nun schon her, dass „Rainbow Connection“ in „Muppet Movie“ die Zuschauer in den Bann gezogen hat. Manch einer möchte vielleicht sogar sagen, dass dieser Titel als vergessener Klassiker bezeichnet werden könnte. Umso schöner, dass es Gwen Stefani mit eben jener Nummer auf „We love Disney“ geschafft hat. Ein Titel, der wie eingangs erwähnt zu diesen Songs aus der Welt der Disney-Filme zählt, die zum Nachdenken und Innehalten einladen.

Extravagante Version von Rascal Flatts

Mit dem nächsten Titel hat es ein ganz aktueller Tophit aus dem Hause Disney auf das Album geschafft. „Let it Snow“ aus „Die Eiskönigin – vollig unverfroren“ oder auch bei uns unter dem Originaltitel „Frozen“ bekannt. Viele Künstler haben diesen Song bereits gesungen, Helene Fischer hat ihn beispielsweise in ihrer Show grandios zum Besten gegeben. Schwer also, die richtige Person für „Let it Snow“ zu finden. Die Wahl fiel letztendlich eher überraschend auf die Country-Band Rascal Flatts und die vielen eher als Schauspielerin bekannte Lucy Hale, die jedoch mit dem Titelsong zu dem Film „Cinderella Story“ bereits Erfahrung in diesem Bereich sammeln konnte. Gesungen ist „Let it Snow“ entsprechend großartig, keinen Zweifel. Und auch der Einsatz von Rascal Flatts hat einen ganz eigenen Charme. Wir bekommen hier eine Version geliefert, bei der man einen kleinen Hauch Country wirklich nicht absprechen kann – es ist also nicht mehr ganz der Titel, wie wir ihn aus dem Film kennen, aber das macht überhaupt nichts! Selbst wer an das Original nichts heran kommen lassen möchte, dürfte sich eingestehen, dass auch diese Version nicht zu verachten ist.

Jessie Ware mischt ordentlich auf

„A Dream Is A Wish Your Heart Makes“ aus „Cinderella“ ist der nächste Titel auf „We love Disney“, gesungen von Jessie Ware. Im Gegensatz zum Original hat sie eine eindeutig tiefere Stimme, was dem Song aber keinen Abbruch tut. Allerdings verleiht er ihm einen ganz anderen Touch, man denkt nicht mehr zwingend an eine Märchenwelt, sondern fühlt sich eher in das alte Chicago zurück versetzt. Wer das Original durch und durch liebt, wird dies als Contrapunkt verstehen, uns hingegen gefällt es tatsächlich noch besser als die ursprüngliche Version!

Der Durchbruch für Jhené Aiko?

Märchenhaft geht es mit „In A World Of My Own/Very Good Advice“ aus „Alice im Wunderland“ weiter. Die Filmversion ist doch schon deutlich angestaubt und nicht auf dem Niveau von Filmmusik heutzutage – aber trotzdem gehört dieser Titel zu den Disneysongs, die berühren und im Gedächtnis bleiben. Die bei uns noch recht unbekannte Jhené Aiko als Interpretin hat es mit ihrer sanften Stimme nun aber geschafft etwas Moderne in den Song hineinzubringen, sodass nicht nur die Ü30-Generation, die dieses Album hört, Gefallen daran finden kann.

Brenna Whitaker schwächelt

Noch ein Titel aus der Muppet Show hat es auf diese Scheibe geschafft: „It’s Not Easy Being Green“. Der Gesangspart von Kermit dem Frosch, der in diesem Titel davon singt, dass es vielleicht einfacher wäre, wenn er eine andere Farbe hätte, wird nun von Brenna Whitaker übernommen. Die Jazz-Musikerin gibt dem Song ihre ganz eigene Note. Nicht nur, weil Kermit bekanntlich ein mämmlicher Frosch ist und Brenna Whitaker weiblich, sondern weil sie die melancholische Nummer mit ihrem Genre stark beeinflusst. Das macht sie sehr gut, wenn man aber das Original kennt, ist die Änderung doch zu groß. Einen Kermit-Song kann eben auch nur ein Kermit überzeugend singen.

Fall Out Boy – Ich wär‘ so gern wie du-hu-hu!

Mit dem nächsten Track wird es richtig interessant! „I Wan’na Be Like You“ aus dem Dschungelbuch ist wohl jedem ein Begriff. Auch diesen Titel haben schon diverse Künstler gesungen und auf ihre ganz eigene Art interpretiert. Nun ist Fall Out Boy an der Reihe, eine US-amerikanische Rockband. Und rockig geht es hier auch zu! Der gute Laune Hit wird großartig dargeboten und gehört unserer Meinung nach zu den absolut besten Titeln dieser Scheibe!

Sanfte Töne von Tori Kelly

Bereits mit der nächsten Nummer wird es dann wieder deutlich ruhiger. „Colors Of The Wind“ aus dem Film „Pocahontas“ wird von Tori Kelly neu interpretiert, obwohl der Stil nah am Original bleibt. Tori Kelly klingt jedoch klarer und reiner, insgesamt einfach schöner. Und das kann man wohl bei den wenigsten Disney-Songs behaupten!

Mary Poppins goes Country

Der Film „Mary Poppins“ hat einige Songs hervorgebracht, die Kinder und Erwachsene bis heute gleichermaßen mit trällern können. Neben „Supercalifragilisticexpialidocious“ gehört „A Spoonful Of Sugar“ zu eben diesen auf alle Fälle dazu. Letzterer wird auf „We love Disney“ von Kacey Musgraves gesungen, Countrysängerin aus den USA. Country ist hier das Stichwort, sie hat dem Titel absolut ihren Stempel aufgedrückt und es dennoch geschafft, ihn nicht zu sehr zu entfremden. Ein Song, den man sich gerne immer wieder anhört, dabei an den guten alten Mary Poppins Film denkt und trotzdem musikalisch in der Gegenwart verweilt.

Charles Perry – kein Katzenjammer!

„The Aristocats“ – 45 Jahre ist das nun schon her! Kaum zu glauben, dass der Film schon so alt sein soll, scheint er doch weder thematisch noch musikalisch überholt zu sein. Im Gegenteil, Katzen gehen ja fast immer, so haben die Aristocats ohnehin schonmal ein Stein im Brett. Musik spielt in diesem Film eine große Rolle, da fällt es schwer, den schönsten Titel herauszupicken. Für dieses Album sollte es aber „Ev’rybody Wants To Be A Cat“ sein, welches Charles Perry zum Besten gibt. Für ihn scheint der Song wie auf den Leib geschnitten zu sein, seine Stimme passt perfekt und man hört den Spaß, den er bei der Aufnahme hatte, förmlich heraus. Keine Frage also: das groovt, das ist catchy, das ist toll!

Yuna verzaubert

Der Soundtrack von „Aladdin“ kann sich hören lassen. Das ist wohl der Grund, weshalb gleich ein zweiter Titel auf We love Disney vertreten ist. „A Whole New World“ gesungen von Yuna, deren Stimme wie die Faust auf’s Auge passt. Die Hintergrundmusik ist jedoch etwas zu sehr verändert worden, sodass es eher nach Karibik als nach der epischen Melodie des Originals klingt. Schade, denn damit wurde der Song ein wenig des Zaubers beraubt.

Stars werden zur Familie!

Wart ihr schon mal im Disneyland? Dann seid ihr um dieses Lied auf keinen Fall herum gekommen! „It’s a small world“ ist ein Ohrwurm, den man für den Rest des Tages nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Macht aber nichts, denn der Titel verbreitet einfach gute Laune. Auf einem richtigen Disney-Album darf er also keinesfalls fehlen und deshalb haben sich die auf „We love Disney“ vertretenen Künstler zusammengetan und gezeigt, dass – auch wenn die Musikstile, aus denen sie kommen vollkommen verschieden sind – sie doch eine kleine Familie sind, eine kleine Welt, in der alle irgendwie zusammengehören. Wenn nun also so großartige Künstler ein so großartiges Lied zusammen interpretieren, dann muss man es einfach lieben!

Zu guter Letzt: Megastar-Doppelpower

Als Bonus gibt es noch einmal den Song „I Wan’na Be Like You“ zu hören. Diesmal aber von Robbie Williams und Olly Murs. Hier ist nun gut zu hören, wie unterschiedlich ein und derselbe Song mit derselben Melodie und demselben Text doch sein kann, wenn sich Künstler unterschiedlicher Genre diesem annehmen. Die beiden Mega-Stars bleiben sehr nah am Original und geben dem Song dennoch ihre eigene Note. Hörenswert! Im Vergleich zu der Version von Fall Out Boy kann man aber nur schwer einen Liebling ausmachen, wenn einem beide Stilarten zusagen.

We really love Disney!

Was bleibt zum Schluss zu sagen? Ganz klar: Jeder Disney-Fan, der Disney auch aufgrund der hervorragenden Soundtracks liebt, muss sich dieses Album eigentlich zulegen. Hier wurde zum Glück keine alten und neuen Songs verunstaltet nur damit Stars sie singen durften. Nein, hier wurde 100% Qualität an den Tag gelegt, hier wurden die Songs auf die Künstler abgestimmt und dennoch durften viele zeigen, dass sie für eine Überraschung gut sind. Sicherlich gefällt der eine Song besser als der andere, aber im Großen und Ganzen gibt es so gut wie nichts auszusetzen, weshalb sich „We love Disney“ einen sicheren Platz in der Playlist ergattert hat.

We love Disney

We love Disney
9.2

Qualität

9.2/10

Vielfalt

9.1/10

Pros

  • Qualitativ großartig
  • Disney-Klassiker in neuem Gewand
  • Superstars geben sich die Ehre

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